Heute ist Montag, 20. November 2017
Zufallsimpuls

Jesus Christus lehrt: Der Weg zur Einheit durch die Liebe

Die Liebe zu Gott
Der Weg zur mystischen Vereinigung

67. Schulung

Lächelnd stehe Ich, Jesus Christus, mitten in eurem Kreis. Mein Verständnis für eure menschlichen Schwierigkeiten strömt euch zu, und jeden einzelnen nehme Ich jetzt geistig noch einmal bei der Hand und sage ihm: „Komm, Mein Kind, überwinde die Restbestände an Angst, an Zweifeln! Kurz ausgedrückt: Überwinde dein Menschsein, und mache mit Mir — jetzt in diesem Augenblick — den Schritt in dein Geistig-erleuchtet-Sein! Jetzt schaust du in dein Licht. Jetzt hast du den Standpunkt verändert. Jetzt bist du dir deines göttlichen Ursprungs bewußt.”

So, und nun lasse Ich dich, Mein Freund, Meine Seelenbraut, von Meiner Hand wieder los. Gehe jetzt selbständig! Setze bewußt Schritt vor Schritt auf dem Weg zurück ins Vaterhaus! Aus dem Licht kamst du, im Licht bist du, und zum Licht kehrst du zurück — Anfang und Ende im Kreis verbunden.

Meine geliebte Braut, du bist ewig. Was suchst du noch in deinem Körper und zählst Beschwernisse auf? Beschränkst dich nur auf dieses körperliche Sein, statt die Erkenntnis in dir Raum gewinnen zu lassen, daß du ein Sohn, eine Tochter des Allerhöchsten bist, ausgestattet mit allen Kräften, um jeden Zustand im menschlichen Sein augenblicklich zu verändern? Schaue auf das Symbol des Kreises: Alpha und Omega miteinander verschlungen. Dein Beginn ist gleichzeitig auch das Ende des Weges und wiederum Beginn, da es diese beiden Begriffe im Kreissymbol nicht gibt. Du bist das Licht!

Betrachte alles aus dem Licht, und du wirst keine längst vergangenen Schubladen mehr öffnen, um dort noch Dinge zu suchen, die du abgelegt hast. Du wirst frei und ungebunden deinem inneren Weg folgen und erkennst äußere Vorschriften, Eingrenzungen, als für diese materielle Ebene gegeben an und sprengst dadurch die dir gesetzten Grenzen.

Erkenne, Meine Geliebte! Im gleichen Augenblick, in dem du die Grenzen anerkennst und annimmst, befreist du dich von allen Eingrenzungen, die sich dir im materiellen Bereich als Spiegel darstellen. Du überschreitest alle Hindernisse, denn Hindernisse türmen sich nur da auf, wo man gegen sie anrennt, wo man diese nicht haben will. In dem Augenblick, in dem du das Hindernis annimmst, löst sich dieses auf und ist keines mehr.

Die Welt der Materie ist dir ein einziger Spiegel.

Gehst du gedankenverloren deine Wege, so wirst du dich überall stoßen. Du siehst den Baum nicht, der vor dir steht, und rennst dir die Stirne ein. Du übersiehst den Laternenmast und stößt dich. Ja, du siehst deine Mitmenschen nicht und stolperst über sie, gerätst, anders ausgedrückt, mit ihnen in Disharmonie.

Überall sind dem Schlafenden Grenzen gesetzt. Der Erwachte — und du, Meine Seelenbraut, bist erwacht — schlägt seine Augen auf und wandert offenes Blickes seine Wege. Er sieht den Stein des Anstoßes und räumt ihn behutsam beiseite. Er erkennt in dem Baum, der im Wege steht, seine Verwurzelungen, die noch mächtig in die Materie hineinreichen. Da der Blick aber nicht auf die Erde geheftet ist, stößt er sich nicht an diesen Verwurzelungen, sondern blickt den Stamm empor hinauf zur Krone, hinauf in den Himmel und schafft so die Verbindung zum Geistigen.

Du, Meine geliebte Seelenbraut, wirst also nicht gegen die lichtspendende Laterne laufen und dich an ihr stoßen, sondern du siehst in dem Laternenlicht die Schatten, die noch geworfen werden, identifizierst dich aber nicht mehr mit ihnen, sondern bist dir deiner Eigenschaft als Lichtträger bewußt und strahlst in diese Schatten, die sich dir in dem Laternenlicht noch zeigen, das höhere Licht der Liebe, das in dir ist, hinein.

Du mühst dich um die rechte Meditation. O siehe, Meditation ist die Verbindung des Geistes mit dem Menschen. Wiederum schließt sich ein Kreis. Dieser Kreis ist ohne Anfang und Ende. So sollte auch die Meditation eines Fortgeschrittenen, Erleuchteten sein. Du, Meine Seelenbraut — damit meine Ich jeden einzelnen von euch, auch euch, die ihr die Worte lest —, du bist von Meiner Kraft der Liebe erfaßt und erleuchtet, und jetzt ist die Zeit gegeben, daß sich dein Leben hier im materiellen Sein zu einer einzigen Meditation hin entwickelt.

Das Bewußtsein ist noch zwischen eurem Tagesgeschehen und der Nacht geteilt. Unbewußt verbringt ihr eure Nächte, nur da und dort durch Träume unterbrochen, die ihr in das Tages-, in das Wachbewußtsein mit herübernehmt. Ihr seid jedoch Boten des Lichtes, und Licht ist es Tag und Nacht. Ich, Jesus Christus, führe jeden einzelnen in seinem Inneren auf seinem Weg der Meisterschaft zum immerwährenden Gebet, zur immerwährenden Meditation, einem Bewußtsein, das durch nichts unterbrochen wird, auch nicht von der irdischen Nacht.

Jetzt, am Beginn dieses meditativen Weges, bedürft ihr noch der Nacht, die in Barmherzigkeit alles zudeckt, was euch der Tag für Erschwernisse brachte.

Je weiter ihr aber auf dem Weg der Meisterschaft fortschreitet,
desto weniger werden auch die unbewußten irdischen Zeitenräume.

Ihr bedürft der Aufarbeitung des Tagesgeschehens durch den Schlaf nicht mehr, da nichts mehr in euch schwingt, was zu einem Gefühlsstau führen könnte, der nachts aufgearbeitet werden muß. Noch lauscht ihr Meinen Worten und denkt bei euch: „Ach Herr, wie kann ich so weit kommen, daß alles in Erfüllung geht, was Du uns in der Vergangenheit und auch heute lehrtest, daß jedes Wort, das Du uns sagtest, sich in die gelebte Tat verwandelt?”

O sehet, Meine Freunde, dies ist ein Prozeß, der sich in euch — und zwar in jedem einzelnen, unabhängig vom anderen — zur gegebenen Zeit abwickelt. Der eine lernt auf dem einen Gebiet, der andere auf einem anderen. Und doch wandert ihr gemeinsam, auch wenn sich eure Wege trennen sollten, bis ihr alle aus eurer Bewußtlosigkeit, die euch nachts und auch manchmal noch tagsüber umfängt, erwacht seid und erkennt, daß ihr alle auf der Ebene der Bewußtheit gemeinsam schreitet, euch gegenseitig die Hand reicht, die Hand auch nach den anderen ausstreckt, aus der Gemeinschaft heraus ihnen allen helft.

Ihr seht in dieser Bewußtheit das feine Netzwerk der Liebe, über das ihr mit allem Sein verbunden seid, über das die Ströme dieser Liebe gleiten. In diesem Zustand der vollen Bewußtheit erkennt ihr die wunderbare Einheit in der Schöpfung. Ihr seht dann aber auch die Folgen, die jetzt noch aus der Barmherzigkeit gnädig überdeckt sind, die Folgen eures Empfindens, eures Denkens, eures Handelns. Ihr seht, wie sich der geringste Gedanke mächtig ausbreitet und wirkt, wie im bildhaften Vergleich euch bekannt, daß z. B. der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Wirbelsturm verursachen kann. Ihr seht dann die Macht eurer Gedankenkraft.

Meine Freunde, so sage Ich voller Humor zu euch: „Seid froh, daß ihr jetzt die Auswirkungen eures Handelns noch nicht seht.” Damit komme Ich auf den Aspekt der Barmherzigkeit zu sprechen, den Ich das letzte Mal schon angekündigt habe: Aus der Barmherzigkeit wird euer Empfinden, Denken und Handeln zugedeckt, bis euer Geist wieder voll in euch erwacht ist.

Die Liebe des Vaters ließ die freie Willenserprobung geschehen. Die Liebe schenkte dem Kindvolk die Freiheit. Wäre diese Liebe jedoch nicht von der Barmherzigkeit des Vaters gekrönt, so würde das Fallgeschehen kein Ende nehmen. Die Barmherzigkeit ist die Gnade, ist die ausgestreckte Hand des Vaters nach Seinem Kind. Nachdem das Kind die finsterste Nacht durchschritten hat, kehrt es zaghaft um und sieht in der Schwärze der Nacht den unendlich langen Weg der Heimkehr. Doch in dieser Umkehr reicht der Vater bereits Seinem Kind die Hand, und Gnade über Gnade strömt dem Kinde als Kraft zu, damit es den Rückweg mutig einschlägt.

Die Barmherzigkeit trennt auch zwischen euren einzelnen Inkarnationen. Sie deckt über die Inkarnationen den Mantel des Vergessens, denn würde das Wesen im Menschenkleid all die Taten überblicken können, die es jemals vollbrachte, es könnte mit diesem Bewußtsein nicht mehr leben. So deckt der Vater-Mutter-Geist aus Seinem Mütterlichen Prinzip über jede Inkarnation den Mantel des Vergessens. Ja schon, wenn die Seele sich anschickt, diese Erde zu verlassen, wird das Licht der Barmherzigkeit, der Gnade, in die Seele eingestrahlt, und im Lichte der Gnade sieht die Seele das abgelaufene Leben. Geschwister — im irdischen Leben Eltern, Großeltern —, die ihr in die jenseitigen Bereiche vorausgegangen sind, reichen ihr die Hand. Die väterlich-mütterliche Barmherzigkeit hat sie gesandt, um dem Geschwister in den seelischen Bereichen die ersten Schritte zu erleichtern und es in die Ewigkeit zu geleiten, dorthin, woher es kam.

Der kurze Abschnitt in Raum und Zeit, ein Leben nennt ihr es, ist aus der Barmherzigkeit geschenkt. Die Zeit, die in der Materie verstreicht, ist euch aus der Barmherzigkeit gegeben, denn nur über eine Zeit läßt sich der Mantel des Vergessens decken. Seid ihr erst einmal wieder das zeitlose, vollbewußte Kind des Vaters, der Sohn oder die Tochter, so sind euch auch alle Inkarnationen wieder bewußt, aber dann seht ihr diese im Gnadenlicht und in der Erfüllung der Heimkehr, auch in der Erfüllung eures einstmals gegebenen Jas.

Meine geliebte Schar, so ist auch die Nacht, die euren Tag begrenzt, ein Geschenk aus der Barmherzigkeit, denn jeden Tag könnt ihr neu beginnen, so wie ihr jedes Leben neu beginnt. Bleibt aber mit der Barmherzigkeit nicht bei euch stehen, sondern schaut jetzt in diese Welt der materiellen Erscheinungen. Die Liebe, Meine Freunde, ist der Erkenntnisweg des Kindes, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Überall auf dieser Erde erkennt ihr die ehemals gesetzten Ursachen, ihr erkennt sie in der Wirkung.

Einen Teil der Ursachen lest ihr in den Aufzeichnungen eurer Geschichtsbücher. Doch über die meisten Ursachen ist ebenfalls der Mantel der Barmherzigkeit gedeckt. Die Liebe zeigt in den Auswirkungen die ehemals gesetzten Ursachen auf. Da aber in den Auswirkungen die Barmherzigkeit des väterlich-mütterlichen Geistes wirkt, sind diese durch die Gnade nicht so ausgeprägt und stellen die wirklich gesetzten Ursachen nur zu einem Bruchteil dar. Die Auswirkungen sind durch die Gnade abgemildert.

Würde das Kindvolk alle Ursachen tragen müssen, es wäre kein menschlicher Leib mehr auf Erden, der nicht schwerste Gebrechen aufzuweisen hätte, denn keine der Seelen wäre mehr fähig, sich einen menschlichen Leib in der Vollkommenheit zu bilden.

Bevor die Seele als inkarniertes Kind auf diese Erde kommt, hat sie sich also ihren Körper gebildet. Doch die Seelenkräfte würden nicht ausreichen, so betone Ich, würde die Barmherzigkeit des Vaters, der Mutter in und aus der Gnade nicht mithelfen.

Dennoch seht ihr da und dort körperliche Gebrechen, und Ich sehe eure Frage: „Hat hier die Gnade der Barmherzigkeit nicht eingegriffen?” Ich antworte euch, daß die Barmherzigkeit nur weitgehendst eingreifen darf. Ein Teil dient zur Erkenntnis und muß dieser dienen, damit das Kind an den Auswirkungen erkennt, welche Schuld es auf sich geladen hat. Nun begeht nicht den Fehler und sagt: „All die, die körperlich behindert sind, haben so viel Schuld auf sich geladen, daß sie jetzt diese Schuld abtragen.”

Mit solchen Gedanken habt ihr den Pfad der Liebe und den der Barmherzigkeit verlassen. Es gibt aus dem geistigen Gesetz noch andere Möglichkeiten, und zwar aus dem Barmherzigkeitsgesetz, aus der Gnade heraus, eine körperliche Behinderung anzunehmen, um einer Schwesterseele, einer Bruderseele den Anstoß zu geben, ebenfalls umzukehren.

Ein Beispiel: Solange ein Mensch auf die Materie ausgerichtet ist, hat er sich mit allen Mächten der Materie verbunden, und es kann ihm, wie ihr sagt, das Glück dieser Erde beschieden sein. Er ist reich, hat keine Sorgen, doch gleichzeitig hat er auch kein Verständnis für Schmerz, für Leid und urteilt und richtet über alle, die Schmerz tragen, über alle, die arm sind usw.

Um einer Seele zu zeigen, daß Materie von irdischen Mächten regiert wird, Geist jedoch von himmlischen, nimmt eine Seele freiwillig eine Behinderung an und kehrt als Kind, zum Beispiel bei einem Ehepaar, das im Reichtum dieser Erde schwelgt, ein. Da sich das Elternpaar auf die Materie ausgerichtet hat, kann nur durch ein solches „Schicksal”, wie ihr es nennt, der Blickwinkel zum Geistigen hin verändert werden. Alle Schätze dieser Erde würden die Eltern nun hingeben, um ihr Kind von dieser Behinderung zu erlösen. In dem Augenblick erwächst aber auch das Verständnis für alle anderen, die mit einer Behinderung über diese Erde gehen. Eine Wesensseite wird in diesem Ehepaar berührt, die bisher vollständig verborgen war, nämlich die geistige Wesensseite, das Mitempfinden, das Mitfühlen, das Leid der anderen Menschen zu sehen und nicht länger über dieses zu spotten.

Meine Freunde, nun gibt es aber neben körperlichen Gebrechen auch noch Mitmenschen, die seelische Gebrechen haben. Erkennt, Ich meine damit nicht nur Geisteskrankheiten, sondern Ich meine all die eurer Mitgeschwister, die über irdische Gesetze gestrauchelt sind, und die ihr hinter Gefängnismauern verwahrt. Der Erleuchtete, der wahrhaft Weise, unterscheidet nicht mehr zwischen körperlichen und seelischen Gebrechen. Er weiß, daß er aus der Barmherzigkeit heraus für beide ein offenes Herz hat. Er weiß, daß jedes Urteil, das er fällen würde, auf ihn selbst zurückfiele,

da das Urteil die eigene Verurteilung bedingt.

Der wahrhaft Weise erkennt, daß jedes von ihm gesprochene Urteil eine Saite in seiner Seele berührt, die eine ehemals gesetzte Ursache in ihm selbst spiegelt.

So hat der wahre Weise Verständnis für jede Tat, sei sie in euren Augen auch noch so verabscheuungswürdig. Er erkennt in jedem der Mitgeschwister die reine, geistige Urkraft des Sohnes, der Tochter des Vaters, die sich nur in Raum und Zeit und durch die Geschehnisse in diesen einschränkt. Die Urkraft ist dick ummantelt von Menschlichkeit, so daß der Geist in seiner Reinheit die Schwärze dieser Ummantelung kaum zu durchdringen vermag. Der Weise bejaht jedoch diese Urkraft und schenkt ihr all seine Liebe und durchstrahlt damit diese Ummantelung und hilft dem Gestrauchelten, wieder aufzustehen.

Meine Geliebten, die Barmherzigkeit ist die Krone der Schöpfung. Der „Fall” geschah am sechsten Schöpfungstag, dem Tag der Liebe, dem Tag der Freiheit für das Kindvolk. Wobei der Begriff „Tag” nicht irdisch in Raum und Zeit zu verstehen ist, sondern im Geistigen ist dies ein Zustand, so auch der Tag der Barmherzigkeit, der nun folgt. Es ist der Zustand des Heimgekehrt-Seins, des Wieder-erwacht-Seins, der Zustand des Erkennens, daß in Wirklichkeit kein Kind des Vaters jemals Sein Herz verließ — und dennoch ist das Durchschreiten der schwärzesten Nacht allen Geistwesen für immer allgegenwärtig.

Die Barmherzigkeit ist gepaart mit dem Ernst, so sprach und wiederhole Ich heute. Das Zentrum des Ernstes ist das Christus-Bewußtsein, ist die gelebte Tat in und aus Meinem Geist, und diese gelebte Tat muß auch durch euch von der Barmherzigkeit gekrönt sein.

Um die Tiefe des Bewußtseins der Barmherzigkeit zu erfassen, bedarf es der Versenkung in dieser. Es wird auch noch einige Zeit dauern, bis ihr die Weite, die geistige Größe der Barmherzigkeit, voll erfassen könnt. Denn in dieser spiegeln sich die weiteren göttlich-mütterlichen Eigenschaften, nämlich die Liebe, die Geduld, wie auch die Wesenheiten des Väterlichen Geistes: Ordnung, Wille, Weisheit und Ernst. Überall in allem schöpferischem Sein, im materiellen Bereich oder auch in den geistigen Bereichen, die ihr noch durchschreiten werdet, begegnet euch die Barmherzigkeit.

Ich führe euch jetzt in eine Meditation, während der Ich euer Zentrum der Barmherzigkeit anspreche und euch auch das tiefere Verständnis für diese nahebringe:


Ihr empfindet jetzt wiederum die Lebenskraft bis in eure Fußspitzen. Versetzt euch in das Pulsieren in euren Fußsohlen, und seht die Strahlen der Liebe wie in einem sprühenden Feuerwerk eure Füße verlassen! Diese Strahlen durchdringen die Erde und verbinden sich mit der Seele eurer Mutter Erde. Aus der Barmherzigkeit dient sie euch. Würde dieser Planet seine Bahn nicht um die Sonne ziehen, würde er selbst sich nicht drehen, wäre euch ein Leben über eine gewisse Spanne Zeit nicht möglich.

So ist euch dieser Planet aus der Barmherzigkeit geschenkt. Aus der Barmherzigkeit dient euch die Mutter Erde, damit ihr für eine Spanne Zeit Erkenntnisse sammelt, um nach dieser Spanne wieder in die geistige Welt zurückzukehren und mit den Erkenntnissen zu arbeiten, um euch ggf. wiederum auf diese Erde zu begeben, zu einem erneuten Versuch, nicht Bewältigtes diesmal aufzuarbeiten. Tag und Nacht — ein Leben um das andere — sind euch aus der Barmherzigkeit geschenkt.

Nun schaut in die Natur, Meine Freunde, auch hier begegnet euch die Barmherzigkeit. Im Winter deckt der Schnee barmherzig alles Vergehende zu. Unter diesem Mantel der Barmherzigkeit, unter dieser Wärme erwacht neues Leben. Euch zum Symbol sprießt aus welkem Triebe wieder neues Leben empor, wird zum Halm, zur Blüte, vom Keim zum Strauch, zum Baum.

Bevor also neues Leben wachsen kann, wirkt jeweils die Barmherzigkeit. Und schaut, auch hier bleibt ein Baum nicht gleich groß. Jedes Jahr kommen neue Triebe hinzu, und er wächst und wächst. So wachset auch ihr. Zwischendurch deckt der väterlich-mütterliche Geist den Mantel der Barmherzigkeit über euch, damit ihr wieder erwacht und voller Freude in den neuen Tag, in das neue Leben, hineinwachsen könnt, mit neuen Trieben neue Größe erreichend, bis einstmals der Kreis wieder vollendet ist, ihr wieder zum Anfang zurückgefunden habt, zu eurem Ursprung, zu eurer Urkraft, zum Sohn, zur Tochter des ewig heiligen Vater-Mutter-Geistes.

Verlasset jetzt den irdischen Bereich! Schwingt euch empor über das Zentrum der Ordnung, hinein in den göttlichen Willen! Empfindet die Schale der göttlichen Weisheit in euch, empfangsbereit! Mein Heiliger Ernst durchzieht euch, hat euch alle erfaßt, die Demut hat euch geprüft, und ihr habt Geduld gelernt. Die Liebe und die Sehnsucht nach eurem Ursprung sind in euch so mächtig geworden, daß beides immer mehr euer Tagesgeschehen beherrscht.

Nun kröne Ich euch mit der Barmherzigkeit. Empfindet den Hauch der geistigen Krone auf eurem Haupt ... Mit der Kraft der Barmherzigkeit ist der Gottes-Mensch in euch voll erwacht, die Verbindung mit eurem Höheren Selbst hergestellt, die Verbindung mit dem Sohn, mit der Tochter des ewig heiligen Vater-Mutter-Geistes. Als dieser Sohn, als diese Tochter schreitet ihr nunmehr über euer irdisches Dasein — auch durch die jenseitigen Welten, denn unbegrenzt ist euer geistiges Sein.

So laßt uns gemeinsam einen Ausflug machen. Die jenseitigen Welten sind nicht irgendwo im Weltenraum, nein, es sind Zustände, die ineinander übergehen, wobei der höhere Zustand den niedrigeren überstrahlt. Von dem niedrigen Zustand eures Menschseins ist es jedoch schwieriger in einen höheren zu gelangen. Daher auch noch das derzeitige Unvermögen, euch mit eurem geistigen Leib, mit eurem Seelenbewußtsein, vom Körper zu trennen.

Doch, Meine Freunde, dieser Vorgang geschieht niemals durch Wollen, sondern er ist ebenfalls ein Zustand der Bewußtheit. Wenn ihr diesen Zustand erreicht habt, so lebt ihr in der Sphäre des Materiellen und zugleich in der nächsterschlossenen Bewußtseinsstufe. Es bedarf nur eures Mitempfindens, eurer Barmherzigkeit, und ihr seid inmitten astraler Bereiche.

Ihr wandert mit Mir vereint, in Meinem Schutz, über die Straßen dieser Welt und seht doch gleichzeitig all die Seelen, die sich noch an die Materie gebunden haben. Ihr seht, wie Seelen versuchen, über andere Macht auszuüben. Da in den astralen Bereichen jeder Gedanke, ja schon die Empfindung, offenliegt, ist diese Machtausübung verbunden mit Kampf, denn keiner will dem anderen die Macht lassen. Dieser Kampf überträgt sich auch auf die lebenden Menschen. Da und dort versuchen ganze Horden von Seelen über einen Menschen ihre Machtgelüste auszuleben. Ein Erwachter wandert angstfrei durch diese Bereiche und ist nicht nur von Liebe zu allen Geschwistern erfüllt, sondern auch von Barmherzigkeit.

So stehen Wir jetzt inmitten eines Gebietes, in dem Krieg geführt wird. Ihr seht in die haßerfüllten Herzen der lebenden Menschen. Da und dort schlafen sie — im Äußeren. Doch auch im Schlaf stehen sie sich im Kampf gegenüber, Seele gegen Seele, und richten ihre durch Gedankenkraft geschaffenen Waffen gegeneinander.

Meine Freunde, wirkt mit und aus Meiner Kraft der Liebe und der Barmherzigkeit! Wir treten inmitten solch streitender Seelen. Ein wütender Kreis schließt sich um Uns, die Waffen richten sich auf Uns, denn Wir sind anderer Art, nicht dunkel, sondern licht. Nun folgt Meinen Worten mit euren Empfindungen und lernt dabei, die Barmherzigkeit in der Liebe zu erkennen!

„Meine Freunde, Friede sei mit euch! Wenn ihr kämpfen müßt, so schlagt uns. Gewehre, Kanonen können uns nicht treffen. Erhebt eure Hand und versucht, mit dieser eure Aggressionen an uns loszuwerden! Sehet, wir verneigen uns vor euch in Demut, um euch trotz eures Zorns willkommen zu heißen! Wenn ihr schlagen müßt, so schlagt! — Eure Fäuste sind erhoben. — Ihr könnt nicht schlagen? Fragt euch, warum! Was hindert euch, die erhobene Hand zu senken? — Sehet, es ist das Licht, das Licht, das auch in euch strahlt!

Ihr bekämpft euch gegenseitig mit Waffen dieser Welt und tragt Waffen in den Händen, die vor uns zu Staub zerfallen. Waffen, die, wie ihr erkennt, eure Seelenleiber nicht treffen. Die Verletzungen, die ihr dem anderen zu schlagen glaubt, existieren auf dieser Sphäre des Seins nicht. Erwacht ihr aber aus eurem Schlaf, und seid ihr wieder in eurem menschlichen Bewußtsein, dann haben diese Waffen wieder Gewalt, vernichten Körper um Körper. Doch so wie ihr uns nicht schlagen konntet, könnt ihr auch die Körper, die inwendig in euren Mitgeschwistern sind, nicht treffen.

Meine Freunde, wir haben euch den Frieden entboten. Mit den Gedanken des Friedens möget ihr im Menschenleib erwachen, erkennend, daß ihr einen sinnlosen Kampf kämpft. So sinnlos, wie ihr als Seelen aufeinander eingeschlagen und erkannt habt, daß ihr euch nicht schädigen konntet, genauso sinnlos ist auch der Kampf im materiellen Sein, denn euer wahres Wesen in euch wird von keinem Schlag berührt.

Ihr schaut betreten zu Boden. Ich nenne euch Freunde, ihr wißt nicht, wer Wir sind. Wir sind Freunde, und Wir begleiten euch in Gedanken auch in die Bewußtheit jenseits des Schlafes. Wir kommen aus der Barmherzigkeit und senken einen Strahl derselben in den schlafenden Menschen, damit er sich seines Traumes erinnert und mit den Augen des Traumes, in dem Wir euch erscheinen, in das wiedererwachte menschliche Bewußtsein schreitet. Friede sei mit euch und mit allen um euch!”

Wir verlassen das Schlachtfeld. Die Barmherzigkeit, Meine geliebte Schar, ist offen für die Linderung jeglichen Leides.Versenkt euch selbst in den kommenden vierzehn Tagen — darüber hinaus in eurem gesamten Sein — in den Strahl der Barmherzigkeit, um diese voll zu erfassen! Die Barmherzigkeit neigt sich geistig zu all den Notleidenden nieder. Sie streicht über die Wunden, sie tröstet die Weinenden, die Kranken, die Leidenden.

Dies alles könnt ihr mit eurem Seelenbewußtsein gleichzeitig auch im Tagesgeschehen leben, denn Geist kennt keine Grenzen, und er wirkt überall zur gleichen Zeit. Geist ist auch mit allem verbunden. Über die Ströme der Liebe, das Netzwerk der Liebe, wirkt Geist barmherzig.

Söhne und Töchter des Lichtes, empfindet euch in die Barmherzigkeit hinein, und lebt die Krönung durch diese! Mein Segen ist mit euch! Kehrt zurück in euren Körper, und wandelt die Wege der Erfüllung weiter, vereint mit Meinem Geist, der Liebe, gekrönt von der Barmherzigkeit!

Amen

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Hinweise
Zufallsimpuls „Legt die Schulung nicht beiseite, denn wenn ihr aus euren inneren Bereichen den Impuls empfanget, sie zur Hand zu nehmen, dann schlagt sie an irgendeiner Stelle auf! Es wird genau die Stelle sein, die euch weiterhilft, wenn ihr im Zweifel seid, welchen Weg ihr einschlagen sollt.“(70. Schulung)
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