Heute ist Sonntag, 24. September 2017
Zufallsimpuls

Jesus Christus lehrt: Der Weg zur Einheit durch die Liebe

Die Liebe zu Gott
Der Weg zur mystischen Vereinigung

55. Schulung

Ich, Jesus Christus, Bin mitten unter euch und in Meiner Allgegenwart bei allen, die jetzt durch Prüfungen ihres Höheren Selbst schreiten.

Meine Worte an euch will Ich noch vertiefen, damit ihr versteht, was das Höhere Selbst für Seele und Mensch bedeutet, damit ihr erkennt, daß von langer Hand oftmals die vermeintlichen Zufälle vorbereitet wurden, damit der Mensch seine Schwächen durchlebt und dadurch die Seele, die diese Schwächen — schon aus Vorinkarnationen her — trägt, frei wird, weil sie all ihre Schatten auf den Menschen wirft.

Ihr wißt, nichts geschieht ohne Ursache. Was im Hier und Jetzt abläuft, schwingt aus der Vergangenheit und soll im Hier und Jetzt gelöst werden, damit ihr frei in der Kraft eures Erbes — vom Vater auf Seinen Sohn, Seine Tochter übertragen — künftig wirken könnt.

Ein Beispiel: Es wurde über die Versicherung gesprochen, die, o geliebter Bruder, deiner Schwester zufällt. Denn was ist sie im Geistigen? Im Irdischen war sie deine Frau. Ihr trenntet euch im Unfrieden. Im Geistigen ist sie jedoch deine Schwester. Nicht zum ersten Mal gingst du mit ihr über den Erdenplan, sondern schon wiederholt. Das Höhere Selbst, der Sohn des Vaters in dir, hat nun die Weichen gestellt, damit die karmischen Fäden gelöst werden können, damit du, o Mein Bruder, frei wirst, um Mir zu dienen, um in der Freiheit des Sohnes des himmlischen Vaters über die Erde zu gehen und dein Ja zu erfüllen, das du einstmals gabst.

Zum dritten Mal haben sich die Sohlen deiner Schuhe gelöst. Die Aufforderung, sich im Materiellen zu lösen, ist unmißverständlich. Die Aufgabe, die das Höhere Selbst dir, dem Menschen, stellt, befreit bei der Lösung derselben deine Seele. Noch einmal Meine Worte zur Bekräftigung!

Nun verstehe Ich dich sehr gut, daß der aufgestaute Zorn, die Wut, im Augenblick des Geschehens dich bedrängen — und nun kehre Ich mit Meinem Wort an den Kreis und an alle zurück: Im Augenblick des karmischen Geschehens seid ihr im Nebel, seid ihr inmitten der Wolken und tappt blind umher. Gerade dann stehe Ich aber als euer Freund, als euer Bruder an eurer Seite und reiche euch beide Hände.

Aufgrund der Schulung, die Ich euch schenke, sollten eure Gedanken inmitten dieser Dunkelheit, dieses Kampfes, an Mich gerichtet sein: „Herr, hilf mir in diesem Nebel, in diesem Gewitter, in dieser Wolkenwand, das Licht der Liebe zu erkennen und dieses Licht der Liebe auch zu leben! Ich kann es im Augenblick nicht, weil der Mensch noch mit der Seele ringt. Doch mit Deiner Kraft und Deiner Hilfe erkenne ich die Schwächen des Menschen und bin dann auch bereit, was aus der Vergangenheit noch als Bindung in die Gegenwart reicht, zu lösen.”

Wenn ihr euch an Mich wendet, dann reiche Ich euch Meine Hand, und die Wolkenwand weicht, der Nebel lichtet sich, der Geist wirkt, und das, was ihr losgelassen habt, eure Existenzängste zum Beispiel, lösen sich im Licht auf.

Sprach Ich nicht sinngemäß: „Sehet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht, und doch sind sie schöner gekleidet als Salomo in all seiner Herrlichkeit”? Wenn ihr Vertrauen zu Gott habt, wenn ihr Ihn liebt, dann seid ihr frei wie die Vögel in den Lüften, die nicht säen, nicht ernten, nicht in Scheunen sammeln und dennoch von Ihm ernährt werden.

Doch die Gewißheit kann Ich euch geben: Was ihr freiwillig loslasset, euch ganz in den Willen des himmlischen Vaters fügend, das kommt als Gnadengeschenk in irgendeiner Form wieder auf euch zurück.

Euer ist die Fülle! Ihr betet: „Dein Reich komme!” Es kommt! Es ist euer, denn der Vater will mit euch die ganze Fülle der Schöpfung teilen. Doch noch begrenzt sich der Mensch und kämpft um irdisches Hab und Gut. Er kämpft um Gesundheit, er kämpft mit sich selbst und den Widerspenstigkeiten in sich. Ganz allein. Warum? Weil er Meine Hände nicht ergreift. In dem Augenblick, wo ihr jedoch Meine Hände, die euch immer entgegengestreckt sind, ergreift, kann euch die ganze Kraft des Himmels zuströmen, und ihr schreitet durch die Prüfungen eures Höheren Selbst hindurch und erkennt gleichzeitig, wie geschickt die Fäden gelegt wurden, damit ihr diese durchschneiden könnt.

Wenn ihr mitten in einem Problem steckt, so fällt es euch schwer, über euren Schatten zu springen. Erst später schmunzelt ihr über euch selbst, seid ihr doch eine Einheit: Mensch, Seele und Geist hier auf diesem Erdenplan. Mag sich der Mensch noch so aufführen, mag er noch so wütend sein — da ist ein Wesen in euch, das ist purste Liebe. Es ist der Sohn oder die Tochter des Vaters, der oder die alles versteht, der Liebe keine Grenzen setzend, freudig erfüllt, zu was er oder sie ausgegangen ist.

Erkennt, daß dieses lichte Wesen, das strahlende Gotteskind in euch lebendig ist! Ohne diesen Urfunken aus Gott könnte der Mensch nicht existieren. Dieser Urfunke ist das Leben, ist das Licht, weil dieser Urfunke eins ist mir Mir, Der Liebe, und damit auch mit Gott, Dem Vater. Dieser Urfunke ist euer Höheres Selbst. Über das Höhere Selbst strömt aus der Einheit mit Gott auch die Heilkraft, das Wort — das Ich Bin — und alle anderen geistigen Gaben. Dieses Höhere Selbst hat sich freiwillig die Schleier oder Mäntel umgelegt, die eure Seele bilden.

Die Seele ist das belastete Höhere Selbst.

Beachtet das Wort „belastet”. Das Höhere Selbst ist in höchster Schwingung. Es muß belastet werden, damit es sich herabtransformieren kann. So habe auch Ich Mich belastet, um auf dem Erdenplan geboren werden zu können. Auch ihr habt einstmals Last auf euch genommen, ob durch den Fall oder freiwillig sei dahingestellt. Doch eines möchte Ich euch sagen: So wie ihr hier seid, seid ihr Lichtboten und habt alle euer Ja gegeben zur Mithilfe an der Umwandlung des Gefallenen.

Die Schatten, die Mäntel um euer Höheres Selbst sind also eure Seele. Je nachdem, wie die Seele sich befreit hat, wirkt das Höhere Selbst kraftvoll durch die Seele. Doch ein Teil der Belastung muß bleiben, sonst könnte die Seele im Menschenkleid nicht über den Erdenplan wandern, die Sehnsucht wäre viel zu groß. So behält sie einen Teil der Belastung.

Diese Belastung strahlt der Mensch aus; es sind Unebenheiten im menschlichen Sein, die nicht abgelegt werden können, sonst könnte der Mensch auf der Erde nicht mehr verweilen. Ein vollkommenes Kind des Vaters ist in höchster Schwingung, Materie ist niedrigste Schwingung. Ein vollkommenes Kind wäre auf der Erde nicht sichtbar. Die Belastung läßt den Geist im Menschen auf diesem Erdenplan leben.

Alle drei, Geist, Seele und Mensch, bilden eine Einheit. Das Höhere Selbst weiß über den Weg der Seele und des Menschen Bescheid. Es weiß, was für Schatten die Seele sich umgelegt hat. Es weiß, welche abgelegt werden können und welche noch bleiben, damit der Erdenplan erfüllt wird. Die Seele steht in ständiger Kommunikation mit dem Höheren Selbst und versucht auch, die Belehrungen über die Schatten auf den Menschen zu übertragen, damit der Mensch erkennt, da und dort liegen meine Schwächen, da und dort liegen meine Bindungen, die es noch zu lösen gilt, damit meine Seele frei agieren kann.

Auf diese Bindungen Bin Ich das letzte Mal besonders eingegangen. Verwechselt Bindungen nicht mit den Seelenschatten oder Seelenmänteln.

Schatten, die also das Seelenkleid bewirken, sind angenommene Eigenschaften, also zum Beispiel überschäumendes Temperament, Hochmut, Geiz, ähnliches. Solange ihr über die Erde geht, werdet ihr solche Eigenschaften als Schatten tragen. Für den Menschen ist es wichtig, daß er diese Schatten erkennt und sie soweit abbaut, daß die Seele in ihrer Arbeit für das Licht nicht behindert wird. In dem Augenblick, in dem der Mensch seine negativen Eigenschaften erkennt, also die Schatten seiner Seele, kann er mit Meiner Kraft, mit Meiner Hilfe und damit auch mit seinem Höheren Selbst einen Teil dieser Schatten auflösen.

Etwas anderes sind die Bindungen. Bindungen sind in Vorinkarnationen und auch im derzeitigen Leben geknüpft worden. Diese Bindungen gilt es zu lösen. Das Höhere Selbst hat über alle Leben eine Übersicht. Es weiß genau, welche Bindungen bestehen und führt in geschickter Weise die Bindungen zusammen.

Ihr begegnet nicht von ungefähr euren Brüdern und Schwestern auf diesem Erdenplan — erkennt das Wort „Plan” —, euer Höheres Selbst hat euch die Wege vorgezeichnet. Dennoch habt ihr den freien Willen, diesen vorgezeichneten Plan zu erfüllen, zum Beispiel eine Bindung zu lösen oder diese Bindung bestehen zu lassen.

Eines jedoch steht fest: Wenn die Seele ihre Heimkehr anstrebt, müssen  Bindungen gelöst werden. Das Höhere Selbst und die Seele wissen das. Der Mensch erkennt das oftmals nicht, denn der Mensch denkt irdisch, ist im Haben- und Besitzenwollen mit seinem Verstand verknüpft und legt den Verstand noch zu wenig in sein Herzempfinden. Dadurch haben die Seele und das Höhere Selbst nicht die Möglichkeit, den Menschen zu führen. Richtet sich aber der Mensch auf Mich, Jesus Christus, Die Liebe, aus, so ebnet sich auch der Weg zur Seele und zum Höheren Selbst, und es mag sein, daß ihr dieses Höhere Selbst lächelnd neben euch stehen seht, wenn der Mensch durch seine Schwierigkeiten geht und zornig erbebt. Das Höhere Selbst lächelt. Die Seele, die ja nicht frei ist, ist traurig. Der Mensch vergräbt sich in Wut und Zorn oder in Ängsten.

Hier greift Meine Lehre der Liebe ein. Ich lehrte euch erst einmal die einfache Liebe zu jedem Stein zu euren Füßen, die Liebe zum Pflanzenreich, zum Tierreich, die Liebe zu den Naturwesen und dann die Liebe zu euch selbst und zu euren Mitgeschwistern. Alle sind eure Schwestern und Brüder! Vater und Mutter sind Bruder und Schwester. Der Partner ist Bruder oder Schwester. Die Kinder sind eure Brüder und Schwestern. Ihr bindet und verbindet nicht. All eure Emotionen sind Bindungen! Emotion ist Mensch oder karmische Verknüpfung.

Mensch: in der Gegenwart des Geschehens. Seele: aus der Vergangenheit, die zur Gegenwart hinführt, denn alles, was in der Gegenwart geschieht, hat seine Ursache in der Vergangenheit.

Ich habe euch gelehrt, die Vergangenheit im Licht der Liebe — und symbolisch habt ihr das auch getan — aufgehen zu lassen. Doch durch eure Gedanken oder in euren Gesprächen erkenne Ich, daß ihr eure Vergangenheit noch nicht den reinigenden Flammen Meiner, damit aber auch eurer Liebe — denn ihr seid aus der Liebe geschaffen — übergeben habt.

Immer wieder reichen Emotionen aus der Vergangenheit in die Gegenwart hinein und bestimmen euer Handeln: Ein Handeln, das nicht von der Liebe geprägt ist. Prüft euch, und erkennt euch weise! Noch einmal: Sagt ja zu euren Emotionen, lebt diese auch aus, aber erlebt sie mit Mir, ergreift Meine Hand, und Meine Liebe strömt in euch ein. Ebnet den Weg zum Sohn, zur Tochter des Vaters, und von eurem Höheren Selbst strömt die All-Liebe, aus der ihr geboren seid, in Seele und Mensch. In der Seele löst sie die Verknüpfungen, im Menschen ebbt Zorn und Wut ab, wandelt sich in Verstehen und gibt, um sich zu befreien.

Was ist Materie? Herabtransformierte Liebe-Energie. Liebe ist nicht vergänglich. Alles, was ihr in Liebe verschenkt, kommt als Liebe auf euch zurück: nicht doppelt, nicht dreifach, nein — tausendfach. Nicht sofort, manchmal bedarf es ein wenig der Geduld, da euer Höheres Selbst eure Einstellung überprüft, doch nach und nach wandelt der Mensch sich, löst die Bindung, und jubelnd befreit sich die Seele, um kosmisch zu dienen, um in die Erfüllung, und damit auch in die Fülle des Geistes, zu kommen, um das Jawort einzulösen.

In diesem Stadium dient der Mensch dann der Seele. Kaum noch werden in ihm Emotionen aufsteigen, denn die Vergangenheit ist bereinigt. Nur manchmal leuchten noch die Schatten der negativen Eigenschaften auf, damit der Mensch erkennt, daß er in Demut als solcher über die Erde zu gehen hat, daß er als Mensch nicht gott-ähnlich ist, sondern daß sein Höheres Selbst es ist, das gott-ähnlich, weil aus Ihm geboren, ist. Der Mensch ist dann eins mit der Seele, wenn die Seele frei wird und in der Erfüllung steht. Dann aber ist auch der Mensch frei. Er kennt keine Ängste, keine Sorgen mehr, er hat keine Probleme, denn Glaube, Vertrauen und das Größte: die Liebe, sind in ihm das Fundament. Dieses Fundament ist mit Mir erbaut, von Meiner Kraft gehalten, der Kraft, die Liebe heißt, und von der Barmherzigkeit gekrönt wird.

Zu dieser Entwicklung, die Ich euch schilderte, bedarf es aber auch der Geduld mit euch selbst, mit dem Menschen. Doch verstehet unter dieser Geduld nicht ein „Es wird schon noch werden!” sondern es ist auch euer Bemühen gefordert, euer Nach-Mir-die-Hand-Ausstrecken. Ansonsten sagt: Ja — Ich wiederhole noch einmal — zu eurem Menschen und nehmt ihn an, so wie er jetzt ist. Also auch mit allem, was aus der Vergangenheit noch in die Gegenwart ragt, und löst diese Vergangenheit nach und nach in Geduld und Liebe auf.

Wenn Ich euch immer wieder bitte, in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, zu leben und damit ruhend in eurer Goldenen Mitte, so ist diese Bitte ein Ziel, das ihr stets vor Augen haben sollt, die leichte Überforderung eines Lehrers, damit der Schüler auf dem Weg nicht stehen bleibt. Doch die Erfüllung dieser Bitte liegt am freien Willen, der euch vom Vater geschenkt ist. Meine Bitte hallt wider im Kosmos. Es ist der Ruf an euch. Der Ruf auf der geistigen Ebene, nicht auf der materiellen. Dieser geistige Ruf wirkt mahnend auf der Materie. Der geistige Ruf ergeht jedoch an den Sohn, an die Tochter des Vaters, an das Höhere Selbst.

In einer Meditation führe Ich euch jetzt vom menschlichen Bewußtsein in das Seelenbewußtsein und dann in das Bewußtsein eines Sohnes, einer Tochter des Vaters. Folgt Mir in euren Empfindungen:

Alles, was den Menschen bedrückt, ob Krankheit, Sorgen, ob Probleme, Bindungen, alles, was ihr geschildert habt, legt nun in eine goldene Schale, die imaginär in eurer Mitte steht: Ich Bin es, der euch diese Schale überreicht hat als Symbol, daß ihr mit allem, was euch im Menschenkleid bewegt, zu Mir kommen könnt.

Legt ab all eure Bindungen, alle Grenzen, die ihr euch selbst gesetzt habt. Legt euren Menschen ganz in diese Schale!

Der Mensch ist nun ruhig in sich, in einem Meer der Unendlichkeit liegend. Wie ein Seepferdchen im Meere, so ruht ihr in der Liebe, in der Unendlichkeit Meines Meeres, denn Liebe ist nicht meßbar, sie ist unendlich, grenzenlos. Euer menschlicher Leib wird von den Fluten dieses Meeres eingehüllt, und die Liebe durchströmt alle Zellen des Körpers. Alles, was euch krank macht, liegt mit diesem Menschen in den Wogen des Meeres. Ihr fühlt euch getragen, geborgen.

Nun, o Seele, du empfindest die Stille, die Ruhe des menschlichen Kleides. Du hast all die Verwicklungen aus der Vergangenheit auf den Menschen geworfen, weil in dir die Sehnsucht nach der Freiheit entbrannt ist. Im weißen Gewand bist du in diesem Körper. Nur da und dort noch die Flecken der freiwilligen Belastung, alles andere ist schon an den Menschen abgegeben.

Nun komm, o Seele! Siehe, der Mensch ist geborgen im Meer der Unendlichkeit! Zieh deine Kraft zurück! Auf dem Weg, auf dem du einstmals in den Körper eintratest, gehst du nun wieder zurück, bis du wieder frei vor dem irdischen Leib stehst, der dir hier auf dem Plan als Erdenkleid dient. Ziehe deine Kraft aus den Füßen, den Unterschenkeln, Oberschenkeln, aus dem Becken, dem Bewußtseinszentrum der Ordnung, dem Bewußtseinszentrum des Willens, der Weisheit, des Ernstes zurück!

Ruhig schlägt das menschliche Herz im Odem Gottes, der lebenserhaltenden Liebekraft. Du ziehst dich zurück aus Geduld, Liebe und Barmherzigkeit. Über den Hinterkopf hast du dieses irdische Kleid betreten, nun komm, reich Mir deine Hand, entfalte dich zu deinem Sein! Komm, du, Meine Schwester, du, Mein Bruder! Komm! Siehe, Ich führe dich in die Freiheit, denn im Seelengewand willst du Mir helfen, alle Sphären, die nicht im Reingeistigen schwingen, wieder umzuwandeln. Du siehst die Schatten auf deinem weißen Kleid. Schau sie nicht an, sondern sieh hindurch!

In dir funkelt und strahlt ein Licht. Dieses Licht bricht aus diesem weißen Kleid hervor. Bei weitem überstrahlt es deine Seelengröße. Es ist der Sohn oder die Tochter Des Vaters: rein, lichtvoll, purste Liebe, Güte, kraftvoll. Das Kind, das einstmals vor Des Vaters Thron stand und sprach: „Vater, so sei es. Ich nehme das Seelen-, das Menschengewand an, um mitzuwirken, damit das Geschehen in Zeit und Raum sich vollende, im Kreislauf Deiner Liebe alles wieder eins werde, der freie Wille alles durchschritten und erprobt hat, was es zu durchschreiten und zu erproben gibt, und in der Gesamtheit als der verlorene Sohn zurückkehrt. Ich verspreche, diesem verlorenen Sohn Hilfe auf seinem Weg zu sein, o Vater!” — Seid euch dessen bewußt!

Ihr steht im Heiligtum. Aufgehoben ist Raum und Zeit. Vor euch, ernst, Vater UR, segnend legt Er Seine Hand auf das Haupt des bereiten Kindes, warnt, zeigt die Gefahren auf. Doch strahlend, voll innerer Kraft antwortet das Kind: „Vater, ich will.” In dieser Freiheit segnet der Vater Seinen Sohn, Seine Tochter. Das Kind geht aus der Heimat, aus der Glückseligkeit in die Tiefe, durch die Reiche der Schatten, hin zum Reich des Leides, der Not, der Bedrängnisse, der Probleme, der Schmerzen, des Todes.

Schritt für Schritt legt das Kind beim Durchschreiten der einzelnen Tiefen die Seelengewänder an. Noch ist es im Seelenkleid und überblickt den Erdenplan. Noch einmal schaut es zurück. O Seele, Wehmut ist jetzt in dir. Du scheinst so unendlich weit vom reinen Licht zu sein, und doch ist das Licht in dir. Es sind nur die Schatten des Kleides um dich, die dich glauben machen, du hättest dich entfernt von der Liebe, von der Barmherzigkeit, der Güte, du hättest dich entfernt aus dem reinen geistigen Reich und wärest jetzt im Begriff, den letzten Schritt zu vollziehen.

Hier ist eine Mutter, sie liegt in Wehen. Die Seele weiß nun seit geraumer Zeit, daß sie diesen kleinen Körper betreten wird. Sie weiß um ihr Schicksal. Sie weiß um ihren Auftrag. Erneut sagt sie ja und schenkt die Liebe, das Leben dem Kind. Im Augenblick der Geburt faltet sie sich ein, legt ihr Bewußtsein in die Hände des Vaters und betritt den menschlichen Leib. Sie gibt sich ihm vollends preis. Das kleine Wesen weint, es schreit und drückt damit die Empfindung, die Wehmut der Seele aus. Nun beruhigt es sich, es lächelt, und die Empfindung der Seele spiegelt ein. „Ich habe ja gesagt und bin willens, diesen Weg zu gehen!”

Das war eure erste Inkarnation. Noch viele Male habt ihr diesen Schritt vollzogen. Doch jetzt, o Seele, bist du herangereift, um den Auftrag, zu dem du einstmals ja sagtest, in seiner Ganzheit zu erfüllen. Was heißt das, in der Ganzheit? Das heißt, daß kein Jota fehlt: In der Ganzheit, in der Einheit mit allen, die ihr Jawort gaben, stehst du jetzt im Auftrag.

Nun schau zurück, und streife noch einmal kurz die Vergangenheit aus dem jetzigen Dasein, auch alles, was dein Mensch versucht noch auf dich abzuladen! Du strahlst in den Menschen ein, du stehst vor ihm. Noch ist er im Meer der Geborgenheit. Nicht denkend, sich hingebend. Doch aus der Meditation erwacht, geht er wieder seinen eigenen Weg. O Seele, kraftvoll pulsiert der Wille zur Einhaltung des Jawortes in dir, und diese Kraft übertrage jetzt auf den Menschen!

Du betrittst wieder das irdische Kleid, den Menschen, der dein Diener sein soll. Aus der Barmherzigkeit strahlt die ewig heilige Barmherzigkeit Gottes über dich, den Sohn oder die Tochter, und verbindet sich mit dem Bewußtseinszentrum, das im Menschen pulsiert. Der Mensch empfindet nun die Schwingung im Uhrzeigersinn. Er blickt um sich und erkennt, wo Barmherzigkeit gefordert ist — der Samariter im Sattel eines Pferdes, der seinen Mantel teilt, um die Wunden seines verletzten Mitbruders zu verbinden, der sich voller Fürsorge um ihn kümmert, sei dir Symbol, o Mensch.

Die Kraft der Liebe aus Dem Vater über das reine Kind in dir, o Seele, strömt in das Bewußtseinszentrum der Liebe ein, und geistig schaut der Mensch um sich. Er sieht, wo es an Liebe mangelt, wo er noch nicht fähig ist, purste Liebe zu sein. Liebe pulsiert, Liebe will über den Menschen gelebt sein. Und Liebe strahlt auch jetzt über den Menschen kraft des Höheren Selbst, das eins ist mit Gott, zu allen Mitgeschwistern, die auf Liebe, o Mensch, von dir hoffen.

Geduld pulsiert und erfüllt dich mit Langmut und Gelassenheit. Demütig neigst du, o Mensch, dein Haupt, erkennend, wie die göttliche Kraft in dir ruht, dem Sohn, der Tochter des Vaters im Seelengewand. Alle Ungeduld weicht. In Demut neigt sich der Mensch! Er erkennt auch den Ernst und fühlt sich bei seinem Namen gerufen.

O Mensch, erkenne, jeder geht durch die Prüfungen seines Höheren Selbst im Ernst dieser Zeit, damit die Seele eintreten kann in die Erfüllung außerhalb des Raum-Zeit-Geschehens. Löse, o Mensch, ernsthaft alle Bindungen!

Schöpfe aus der Weisheit, die in dir ist — denn alles ist in dir. Denn der Funke Gottes, das Erbe des Vaters an Sein Kind, kann nicht vom Ganzen getrennt werden. Er ist eins! Das Kind ist eins mit dem Vater. Der Funke ist eins mit dem Licht Des Vaters, ist eins mit Mir, Der Liebe. Im Geistigen gibt es keine Trennung. So ist in dir die Tiefe der Weisheit und wartet darauf, erschlossen zu werden. O Mensch, du hast Verstand. Verknüpfe diesen Verstand mit deinem Herzempfinden, und du trittst ein in die Weisheit deines Schöpfers und Vaters.

Du erkennst den Willen deines Höheren Selbst, der eins ist mit dem Willen des Vaters, weil es auch hier keine Trennung gibt, und du lächelst über dich selbst, über deine Schwierigkeiten. Du erkennst, daß du auf der Stufe der Ordnung noch so manches zu bewältigen hast. Vor allem erkennst du, daß es an der Zeit ist, alle Bindungen zu lösen.

Mensch, siehe, du bist mit deiner Seele, mit dem Geist eine Einheit! Du trennst und glaubst, du seist alles. Doch ohne die Seele und den Funken Gottes in ihr, dem Erbe aus Ihm, könntest du keinen Atemzug tun. Mensch, blicke um dich! Wenn du jetzt die Kräfte in dir pulsieren fühlst, Kräfte des Lebens, blicke um dich, und sieh in die Schöpfung, und erkenne, daß alles voneinander abhängig ist!

Alles bildet eine Einheit, und alles wirkt aufeinander ein. Jeder Atemzug von dir, o Mensch, wirkt auf deine Umgebung. Bist du Licht inmitten der Dunkelheit, so wird aus Dunkelheit Licht. Bist du Liebe inmitten des Hasses und der Wut, so wird aus dem Haß, der Wut, Schritt für Schritt Liebe. Bist du in Ängsten um die Gesundheit, so wandle auf Meinen Spuren. Nimm alles an, und reiche voller Vertrauen Mir deine Hand, und deine Ängste weichen, o Mensch, weil du dich geborgen fühlst in Mir, und kraftvoll wächst Vertrauen und Glaube. Hast du Existenzängste, so weißt du, daß du deine irdischen Pflichten erfüllen mußt, doch in dieser Erfüllung liegt das Wort Fülle. Aus der Fülle will Ich dir, o Mensch, geben, so du deinen Pflichten nachkommst und zur Erfüllung ja sagst.

Achtet auf euren Körper! Liebt ihn, so wie er euch aus dem Spiegel entgegenstrahlt. Meine geliebten Brüder und Schwestern im Menschenkleid, auch Ich trug dieses Gewand — sehet es als ein Ehrengewand an. Denkt über Meine Worte nach. Kraftvoll pulsiert Meine Liebe in euch, die in eurem tiefsten Inneren auch die eure ist.

Mein Segen ist mit euch. Noch einmal erinnere Ich euch: Streckt im Kampf eures Menschen Mir eure Hände entgegen, damit Ich sie ergreifen kann.

Amen

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Hinweise
Zufallsimpuls „Legt die Schulung nicht beiseite, denn wenn ihr aus euren inneren Bereichen den Impuls empfanget, sie zur Hand zu nehmen, dann schlagt sie an irgendeiner Stelle auf! Es wird genau die Stelle sein, die euch weiterhilft, wenn ihr im Zweifel seid, welchen Weg ihr einschlagen sollt.“(70. Schulung)
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