Heute ist Montag, 20. November 2017
Zufallsimpuls

Jesus Christus lehrt: Der Weg zur Einheit durch die Liebe

Die Liebe zu Gott
Der Weg zur mystischen Vereinigung

50. Schulung

Meine Freunde, Mein Licht der Weisheit strahlt in eure Herzen. Ihr seid freie Kinder, freie Söhne und Töchter des einen Vaters, keiner Gruppe, keiner Gemeinschaft zugehörig, als nur Mir, Der Ich Die Liebe Des Vaters Bin, die Schöpfungskraft in euch, euer Bruder, euer Freund und euer Vater.

Eine Gemeinschaft, so betone Ich noch einmal, kann euch nur auf Zeit begleiten, doch die Schritte setzt jeder von euch selbst. Wohin er sie auch immer setzt, sie sind in absoluter Freiheit getan, auch wenn ihr glaubt, durch Ängste getrieben zu sein. Woher kommt Angst?

Dieser Komplex muß in jedem selbst aufgeschlüsselt werden, denn jeder von euch hat andere Ängste, und keiner ist absolut angstfrei. Wenn ihr mehr in eure Tiefe geht, so erkennt ihr eure persönlichen Ängste. Seien sie auch noch so schwach ausgeprägt, sie sind vorhanden. Diese Ängste gilt es zu erforschen und sich ihnen zu stellen. Sind es wirklich Ängste der Gegenwart, oder sind es eure Ängste aufgebaut aus der Vergangenheit?

In der Gegenwart mit Mir habt ihr keine Angst. Doch lebt ihr in der Vergangenheit oder in der Zukunft, so berühren euch die Empfindungen der Angst. Angst ist immer mangelndes Vertrauen, mangelnde Liebe zu Gott, gleich welche Angst es ist. Ihr werdet so lange mit euren Ängsten konfrontiert, bis ihr euch ihnen mutig stellt, die Urangst des Menschseins erkennt, und der Geist die Herrschaft über den Menschen erlangt. Denn in dem Augenblick, in dem euch der Geist kraftvoll durchstrahlt — euer Erbe, eure Kindschaft —, schwindet jegliche Angst, denn ihr lebt im Augenblick, in der Ewigkeit, seid immer gewesen und werdet immer sein. Nichts kann euch von dieser Gegenwart in der Einheit mit dem All-Geist, dem Vater-Mutter-Gott, trennen. Ihr seid eine Einheit.

Ich wiederhole:
Angst ist mangelnde Liebe, ist mangelndes Vertrauen!

Jeder unter euch geht seinen persönlichen Schicksalsweg, für den er sich frei entschieden hat: aus den höchsten Höhen, durch die Tiefen und auch wieder zurück. Denn im Hier und Jetzt ist Ewigkeit, und der Weg in die Tiefe und zurück ist in dieser Ewigkeit bereits gegeben. In dieser Ewigkeit habt ihr euch vom Herzen des Vaters nie entfernt, ihr habt nur den Strahl ausgesandt, der sich in der Dunkelheit mehr oder weniger verlor.

Wenn ihr Mir nachfolgt, so stellt der reine Geist, euer göttliches Erbe in euch, eurem Menschen Prüfungen: also nicht der Vater, in der Einheit mit Mir, sondern ihr euch selbst, um diesen ausgesandten Strahl aus der Dunkelheit wieder zum Licht zurückzuholen.

Bevor Ich, Jesus Christus, über die Erde ging, waren dies bestimmte Einweihungsriten, Prüfungen, die der Hierophant [Oberpriester und Lehrer der heiligen Bräuche] zu bestehen hatte. Ich lehre dagegen, daß der Lebensweg der Weg des Schülers ist, der ihn zum Meister werden läßt, wenn er sich den einzelnen Aufgaben mutig stellt. Nun gibt es verschiedene Prüfungen, an denen ihr wachset und euer Bewußtsein durch dieses Wachstum erweitert. Dadurch überwindet ihr den Menschen, erwacht zum Seelenbewußtsein, das mit dem Geistigen, der Liebe-Einheit, wieder zusammenwächst und eins wird in der Vollendung. Mensch, Seele, Geist sind dann eine dem Menschen bewußte Einheit.

Zu Beginn des Weges steht die Beharrlichkeit. Immer wieder prüft ihr euch selbst, ob ihr den eingeschlagenen Weg willig verfolgt, ob der Geist die Liebe-Macht behält oder der Mensch noch seine Wege im Dunkel von Raum und Zeit gehen will! In diesen Prüfungen werden euch auch von Mitmenschen Steine in den Weg gelegt. Ein Beispiel sei euch heute das Lachen über die Schwächen eurer Mitgeschwister: Ist derjenige im Inneren betroffen und läßt sich allzuleicht durch intellektuelle Überlegungen des Menschen beirren, oder überschreitet er sein Ego, um beharrlich den Weg, der auch der Meine war, zu durchwandern?

Beharrlichkeit gehört auch zur Disziplin, zum Bereich der Ordnung. Auch darin prüft euch immer wieder selbst — versteht Mich recht: Es ist der Geist in euch, der unbelastete reine Funke aus des Vaters Geist, der die Prüfungen stellt.

Es wird auch eure Tapferkeit geprüft, die ebenfalls eng mit euren Ängsten verwandt ist. Stellt ihr euch tapfer gegen die Angst und bezwingt sie im Licht der Ewigkeit, in Meinem Licht der Liebe? Was auch immer die anderen denken mögen, ob sie euch verlachen und verhöhnen, geht ihr tapfer den Weg weiter, den ihr eingeschlagen habt, unbeirrt in der Vollmacht Meiner einstrahlenden Liebekraft? Seid ihr mutig, wenn Gedankenwogen auf euch einwirken, und stellt ihr euch zum Kampfe, um diese Gedankenwogen durch lichtvolle Gegengedanken aufzulösen? Oder seid ihr noch schwach, nicht aufgelegt zum Kämpfen, euch selbst zu besiegen, euch eure schwachen Seiten einzugestehen, um sie dann im Kampf anzugehen und den Sieg über euch zu erringen?

Jeder unter euch hat einen schwachen Punkt, jeder ringt und ist in der Tapferkeit gefordert. Auch hier werden die Anforderungen sich steigern. Zu Beginn ist es der Kampf gegen euch selbst, im weiteren Verlauf gegen Gedankenkräfte negativer Art anderer, die aber auf euch einwirken können, weil ihr noch ähnliche Schwingungen in euch tragt und diese in lichtvolle emporheben müßt.

Wenn ihr mit euren geistigen Augen sehend werdet, dann schaut ihr auch das Dunkle um euch, dann seht ihr diese Gedankenwogen unheilvoll auf euch einstürmen. Stellt ihr euch diesen Kräften entgegen, voll bewußt, ringt ihr mit ihnen und löst sie im Liebe-Licht auf?

Als nächster Punkt die Gerechtigkeit: Setzt ihr euch für den Schwächeren ein? Steht ihr immer an der Seite der Schwachen und Armen, oder sucht ihr euch als Freunde die Reichen und die, die Einfluß haben? Sucht ihr also euer Glück noch in der ‘Welt’? Die Gerechtigkeit urteilt und richtet nicht mehr. Wer gerecht zu sich selbst ist, ist auch gerecht zu seinem Nächsten. Wer gerecht zu sich selbst ist, erkennt alle seine Schwächen und urteilt und richtet aus diesem Grund nicht mehr über den Nächsten.

Auch hier steigert sich die Prüfung. Die Großen dieser Welt werden sich euch nähern, wenn ihr eure Wege mit Mir und der Vollmacht der Himmel beschreitet. Ist euer Herz dann bei denen, die hungern, die dürsten, bei denen die leiden, die trauern, bei den Sündern, die ihr — euch erkennend — selbst noch seid? Oder schlagt ihr euch allzu rasch auf die Seite der Mächtigen?

Auf diese Prüfung folgt die der Demut. Diese habe Ich euch immer wieder ans Herz gelegt. Bis ans Ende dieses Erdendaseins in eurem schwer-materiellen Kleid wird euch die Demut immer wieder zur Prüfung über den Weg gelegt, und zwar von eurem reinen Geistwesen, das ihr im Inneren seid. Denn aus Hochmut geschah der Fall, und durch die Demut wird der Fall wieder aufgelöst. Wer von Herzen demütig ist, der liebt, und seine Liebe ist von der Barmherzigkeit getragen. Die Liebe und die Barmherzigkeit werden vom Demütigen wahrhaft gelebt.

Wer all diese Prüfungen besteht, der besiegt letztlich den Tod und sieht ihn als einen Freund, als das Ablegen des schwer-materiellen Kleides und die Wandlung in nächsthöhere Schwingung. Tod ist Übergang. Wer mit Mir geht, lebt ewig, der hat den Tod überwunden. Die Toten sind nur die Schlafenden, die noch nicht aus dem Geiste Erwachten. Tod gibt es nicht. Weshalb also Angst vor dem Tod? Weshalb nicht Freude? Freude darüber, daß euer Nächster, selbst wenn es Vater und Mutter sind, sich wandeln darf. Wer Mir nachfolgt, wird sich auch die inneren Himmel erschließen und wird hineinschauen in die Bereiche der Seligkeit, in die eure Geschwister euch vorausgehen, denn alle sind eure Geschwister.

Die wahre Liebe läßt los. Die wahre Liebe ist von der Bindung zur Verbindung geworden. Verwechselt eure irdischen Liebe-Beziehungen zwischenmenschlicher Art nicht mit göttlicher Liebe! Die Liebe des reinen Geistes sieht nur die verschiedenen Wege, die letztlich alle wieder zur Vollkommenheit führen. Ob es nun das Loslassen von geliebten Haustieren ist, das Loslassen von Kindern, von Eltern, von Großeltern, das Loslassen von Menschen, die euch lieb sind, die ihr kennt.

Loslassen ist: Die Freiheit schenken.

Was ist menschliche Trauer? Menschliche Trauer ist das Verletztsein des Egos: „Der Ehepartner/die Ehepartnerin hat mich allein gelassen.” Doch daß mir der Partner — geistig gesehen: der Bruder oder die Schwester — vorausging, um z. B. den Blick in die Ewigkeit zu lenken und mir dadurch Wegweiser ist, diese Erkenntnis gewinnt der eine früher, der andere später. Auch die Trauer über den Verlust eines geliebten Haustieres kommt aus dem menschlichen Bewußtsein. War das Tier nicht ein Beispiel für die bedingungslose Liebe und Treue?

Freilich ist es nicht immer leicht, von den menschlichen Gefühlen zum seelischen Empfinden zu gelangen. Die Seele sieht in die jenseitigen Reiche, und wenn der Mensch sich auf sie ausrichtet, dann tritt die Trauer zurück; denn der Mensch erkennt: Es gibt keine Trennung.

Wie kurz ist das Leben einer Pflanze, eines Tieres, eines Menschen! Ja, wie kurz ist selbst das Leben der Planeten, gemessen an der Ewigkeit! Billionen Jahre vergehen in der Ewigkeit im Augenblick. Alles, was ihr Sterben nennt, sollte für euch nur der Hinweis auf die notwendige Wandlung eures niederen Ichs zum geistigen Sohn, zur geistigen Tochter sein. Das niedere Ich wandelt sich zum höheren Seelen-Selbst und dann, nach Ablegen der Seelengewänder, wieder zum reinen Kind des Allerhöchsten .

Noch einmal wiederhole Ich: Im tiefsten Inneren seid ihr immer dieses reine Kind, alles andere sind nur umgelegte Schatten, Kleider. Doch wahrlich, Ich Bin das strahlend weiße Kleid der Liebe, das ihr überstreifen sollt, und fortan möget ihr in dieser Reinheit strahlend eure Wege mit und aus Meinem Geist wandeln, all den Prüfungen eures Höheren Selbst voller Freude entgegenblickend, sie im Augenblick erkennend und mit einem inneren Lächeln annehmend.

Beobachtet euch, wie oft eure Züge noch verzerrt sind! Schaut immer wieder einmal in den Spiegel, und betrachtet euer Antlitz, und dann lächelt euch zu, und ihr werdet merken, wie befreit euer Selbst im Augenblick des Lächelns ist! In dieses Bewußtsein des Lächelns über den niederen Menschen wachst ihr mit jeder Prüfung mehr hinein, und nichts kann euch dann mehr erschüttern, was eure Züge verzerren könnte, so daß wütende oder ähnliche Regungen euch aus dem Spiegelbild entgegenblicken.

So wandert ihr, diesen ausgesandten Lichtstrahl einholend, über die Prüfungen hin zur Vollkommenheit. Dabei seid ihr euch immer bewußt, daß diese Vollkommenheit erst dann wieder erreicht ist, wenn euer Bewußtsein reiner Geist geworden ist, wenn ihr euer Bewußtsein aus dem Menschen lösen und in die Seele versenken konntet, um es dort so in die Tiefe zu lenken, daß es eins wird mit dem Ur-Funken, dem Sohn, der Tochter Gottes. Dann ist euer Weg des ausgesandten Strahls beendet, ihr seid heimgekehrt.

Hier in Raum und Zeit wandert ihr in absoluter Freiheit den Weg über den ausgesandten Strahl. Er ist Licht, nur um ihn herum ist die Polarität, ist Dunkelheit. Ihr seid Licht, nur um euch herum sind die Schatten. Ändert euer Bewußtsein, und die Schatten schwinden! In den kommenden Offenbarungen werden Wir Schritt für Schritt das Bewußtsein aus dem Menschen lösen und in die Seele heben. Doch es gilt immer und zu jeder Zeit euer freier Wille.

Abschließend für den heutigen Abend sage Ich euch das, was Ich zu Beginn schon angesprochen habe: Die innere Freiheit kann euch niemand nehmen. Die innere Freiheit ist euer Erbe und wird es immer sein. Ihr wandert mit Mir. Ihr wandert mit eurem Höheren Selbst, das eins ist mit Mir. Es gibt keine Trennung von Gott, vom Vater-Mutter-Geist, es gibt nur Einheit!

Alles, was hier in Raum und Zeit geschieht, ist mit einem Traumgeschehen zu vergleichen. Es ist nicht die Wirklichkeit.

Die Wirklichkeit ist euer Platz im Herzen Des Vaters.

Die Wirklichkeit ist Licht, ist Ewigkeit. Ihr wandert in dieser Ewigkeit und erschließt sie euch Schritt für Schritt bis zu der Erkenntnis der Wahrheit Meines vorigen Satzes.

Euer Licht, das eins ist mit Meinem und des Vaters Licht, leuchtet euch. Die Kraft aus des Vaters Kraft, die auch die eure ist, stärkt euch im Menschenkleid. Des Vaters Liebe, Die Ich Bin, die auch die eure ist, geht mit euch durch die vermeintliche Dunkelheit. Seid mutig und stellt euch dem Menschen!

Amen

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Inhaltsverzeichnis
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Hinweise
Zufallsimpuls „Legt die Schulung nicht beiseite, denn wenn ihr aus euren inneren Bereichen den Impuls empfanget, sie zur Hand zu nehmen, dann schlagt sie an irgendeiner Stelle auf! Es wird genau die Stelle sein, die euch weiterhilft, wenn ihr im Zweifel seid, welchen Weg ihr einschlagen sollt.“(70. Schulung)
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