Heute ist Samstag, 25. November 2017
Zufallsimpuls

Jesus Christus lehrt: Der Weg zur Einheit durch die Liebe

Die Liebe zu Gott
Der Weg zur mystischen Vereinigung

47. Schulung

„Der Mensch denkt, und Gott lenkt.” Meine Frage an euch lautet: Warum, Meine Geliebten, denkt ihr so viel? Bin Ich, Jesus Christus, nicht in euch die Kraft, die in jedem Augenblick hilft, rechte Entscheidungen zu treffen?

Ihr habt den freien Willen, doch lebt ihr im Augenblick, im Hier und Jetzt, wie Ich euch immer wieder gelehrt habe, so handelt ihr in Meiner Kraft, ihr handelt mit dem Beistand des Himmels, der gesamten reingeistigen Welt. Deshalb betone Ich immer wieder, daß ihr euch vom Vergangenheits- und Zukunftsdenken lösen und euch dem Augenblicksgeschehen zuwenden müßt. Der Augenblick erfordert eure volle Kraft. Wenn ihr jedoch im Augenblick an die Zukunft denkt und gleichzeitig die Zukunft geprägt aus der Vergangenheit seht, wie soll da heilende Kraft aus Mir über euch wirken?

Ich habe euch durch die Schule der Liebe geführt, durch die Schule der Erkenntnis. Alles Wissen ist in euch, und jederzeit könnt ihr dieses abrufen. Nunmehr ist die Tat-Zeit angebrochen. All das Wissen soll jetzt Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden!

Ihr alle ginget im Äußeren verschiedene Wege, doch im Inneren geht ihr an Meiner Hand, ganz gleich, ob ihr erst kurze Zeit hier im Kreis seid oder schon länger. Ihr wäret hier nicht zusammengeführt, hättet ihr euch nicht von Beginn eurer Inkarnation an dazu entschlossen, in diesem Abschnitt von Raum und Zeit euer Versprechen zu erfüllen.

Die Wege, die jeder von euch ging, waren und sind auch heute noch zu eurer Erziehung. Die Vergangenheit aus eurer Seele wurde von Mir, nach eurem freien Willen — also mit eurem Ja zu Mir und zu dem Weg zum Licht — in euren Menschen eingespiegelt, und der Mensch schritt tapfer die verschiedenen Wege und trägt teilweise jetzt noch die Schatten der Vergangenheit. Beachtet Meine Wortwahl: die Schatten der Vergangenheit.

Lebt ihr im Hier und Jetzt, im Augenblick, mit Mir, so lösen sich diese Schatten von eurem Menschen, denn Ich kann euch mit Meiner Kraft durchglühen, euch mit Meiner Liebe erfüllen, und ihr handelt nach dem Gesetz und im Willen Gottes, Des Vaters, mit Dem Ich eins Bin.

Alle Fragen, ob jenes richtig sei oder nicht, sind nicht aus dem Hier und Jetzt gedacht, sondern sind Ängste aus der Vergangenheit, die die Zukunft prägen. Ich weiß, Meine Geliebten, daß der Weg nicht leicht ist, daß ihr mit euch selbst ringt, doch ihr wißt, Ich Bin diesen Weg vorausgegangen.

Auch Ich mußte Mich von Meiner Mutter lösen. Ich wußte, daß Dolche ihr Herz durchbohrten, bildlich gesehen, denn sie sah, wohin Mein Weg führte. Dies dir, geliebte Schwester, als Trost: Ich wußte um den Schmerz Meiner Mutter, gleichzeitig wußte Ich jedoch, daß Ich den Weg, den Ich eingeschlagen hatte, durchschreiten mußte. Ich kannte das Wort der Propheten, Ich wußte um Mein Ende am Kreuz. Ich sah das Leid in den Augen Meiner Mutter und konnte nicht helfen, weil Ich der Erfüllung des Wortes entgegenschritt.

Ich Bin die Liebe.
Empfindet bitte dieses Wort in seiner Schwingung:
Liebe.

Ich habe Meine Mutter geliebt. Ich habe später Meine Jünger geliebt, wie ihr eure Kinder, eure Partner, eure Freunde liebt, und Ich mußte sie alle enttäuschen. Ich konnte nicht der erwartete König sein, der das geknechtete Volk Israel aus den Händen der Römer befreit und zum Sieg führt — das wurde von Mir erwartet; nein, Mein Weg war ein anderer, ein schmachvoller. Trotz der Heilungen, trotz der sich verströmenden Liebe an die immer größer werdende Schar Meiner Jünger wußte Ich, daß am Ende des Weges die Bezwingung des schmachvollsten Todes steht.

Meine geliebte Schar, an dem Beispiel Meines Weges möget ihr lernen, daß ihr den Pfad nicht kennt, den euer Nächster versprach zu gehen! Ihr wißt nicht, was die Seele sich einst vornahm, bevor sie den Körper Mensch betrat, und deshalb Meine Bitte an euch: Bemüht euch, in der Gegenwart zu leben und nicht über das Schicksal eurer Nächsten in der Zukunft nachzudenken, denn damit prägt ihr, kraft eurer Schöpfungsgedanken, den Weg eures Nächsten mit, und — nun höret wohl zu — durch diese Prägung nehmt ihr auch einen Teil der Verantwortung eures Nächsten auf euch. Höret den Ernst in Meiner Stimme!

Lebt ihr im Augenblick, und laßt ihr aus dem Augenblick heraus die Liebe strömen? Bemüht ihr euch, wenn ihr euch ertappt, daß ihr euch in der Zukunft bewegt, gleich zurückzukehren in die Gegenwart und Mir das Schicksal desjenigen, über den ihr nachdachtet in die Hände zu legen, so gleicht Meine Liebe aus der Barmherzigkeit und Gnade des Vaters eure prägenden Schöpfungsgedanken wieder aus. Sie werden gelöscht, und euer Augenblicksgebet um Kraft und Segen für euren Nächsten wirkt als heller Lichtstrahl auf dem Pfad desjenigen, an den ihr dachtet, ein Lichtstrahl der Liebe, dem jener folgen kann.

Erkennt, daß euch wahrlich alles in die Hände gelegt ist! Nicht zufällig sind euch eure Kinder ans Herz gewachsen. Nicht zufällig geht ihr an der Seite eures Partners, und ihr seid auch nicht zufällig in Gemeinschaften. Aus allem sollt ihr lernen und eine Lehre für euch selbst aus den Vorgängen ziehen.

Ich verstehe alle eure Beweggründe, da Ich selbst durch die menschlichen Tiefen gegangen Bin. Ich habe diese Tiefen zur Höhe verwandelt, und auch ihr verwandelt eure persönlichen Tiefen in lichtvolle Höhen. Dies ist kein Versprechen Meinerseits, sondern Ich weiß es, denn Ich sehe euch im Lichte der Ewigkeit wandeln. Die Schatten vergehen.

Auch dieser Abend ist von Mir geführt. Die verschiedenartigen Probleme zeigen, daß euch diese immer wieder tangieren werden, auch wenn ihr dereinst euren ureigensten Weg mit Mir allein, ohne Anlehnung an eine Gemeinschaft, geht. Denn die Thematik ist leicht auf einen einzigen Punkt zu bringen: Wo bin ich Mensch, wo bin ich Geist aus Des Vaters Geist?

Wer in sich die demutsvolle Liebe erschlossen hat, wird sich diese Fragen bis ans Lebensende hier in Zeit und Raum stellen und wird erkennen, daß sich das menschliche Denken aufgrund der Schwingungsebene der Materie immer wieder durchsetzen wird. Aus dieser Erkenntnis heraus lächelt ihr dann über die Stolpersteine und geht frohgemut weiter.

Meine geliebte Schar, ein Werkzeug der Liebe folgt Meinen Spuren, und durch diese Gefolgschaft löst es sich im Inneren von allen Bindungen dieser Welt. Ein Werkzeug Meiner Liebe weiß, daß jedes Geschwister, gleich wie es im Irdischen, Menschlichen zu euch steht, letztlich an Meiner Hand den Heimweg ins Vaterhaus geht. Dieses Wissen setzt das ernsthafte Werkzeug Schritt für Schritt in die Tat um, indem es Mir vertraut. Ist es nicht mangelndes Vertrauen, wenn ihr euch sorgt? Auch eure Ängste, die ihr angesprochen habt, existieren in dem Augenblick nicht mehr, indem ihr Werkzeuge Meiner Liebe seid und das Wissen in die Tat umsetzt, Mir vertraut, Mich liebt.

Ihr glaubt, von der Liebe zu Mir immer wieder entfernt zu sein. Ihr glaubt, wenn sich eure Gedanken, eure Empfindungen und eure Taten nicht im Gesetz der Liebe bewegen, dann sei Ich meilenweit von euch entfernt. Gerade dann aber Bin Ich euch am nächsten. Warum? Denn all diese scheinbaren Entfernungen von Mir gebt ihr euch selbst als Prüfung — Ich erinnere an den Beginn Meiner heutigen Offenbarung: Nicht zufällig sind eure Kinder eure Kinder usw. Ihr selbst habt euch also eure Lebensbedingungen ausgesucht, ihr selbst schafft mit Schöpfungskraft euer jetziges Umfeld, und ihr wirkt in die Zukunft hinein und bestimmt diese, wenn ihr euch nicht ständig bemüht, in Meiner Gegenwart zu leben.

Wenn ihr also vor den euch selbst gestellten Prüfungen steht, dann seid euch dessen bewußt.

Neigt euch vor eurem Nächsten,
denn in ihm Bin Ich, Der euch jetzt weiterhelfen will,
den nächsten Schritt der Erkenntnis zu vollziehen!

In ihm spiegle Ich euer Ego, spiegle Ich euer Menschsein wider, und wahrlich befreit atmet ihr auf, wenn ihr diesen euch selbst gestellten Lernschritt vollzogen habt. Doch auch, wenn ihr vermeintlich versagt, sollt ihr euch nicht in Schuldgefühlen ergehen, denn damit verstärkt ihr wiederum das negativ gepolte Feld um euch, und beim nächsten Mal, wenn eine ähnliche Aufgabe an euch herantritt, sagt ihr von vornherein — die Worte sind heute gefallen —: „Es hat ja sowieso keinen Zweck.”

Erkennt, daß der Augenblick immer bejaht, und daß ihr nur aus dem Augenblick heraus Meine Werkzeuge der demütigen Liebe sein könnt.

Das letzte Mal stellte Ich euch zwei Fragen. Heute erweitere Ich um eine nächste Frage:

„Lebe ich überwiegend im Augenblick?”

Denkt darüber nach, prüft euch ernsthaft, und laßt die in euch entwickelten Ströme des Heils fließen zu allen, die euch in den Sinn kommen! Erkennt auch an diesen Worten die Führung. Ihr seid alle miteinander verbunden, und wenn euch eine Schwester oder ein Bruder in den Sinn kommt, also in eure Gedanken Einzug hält, so ist diese Schwester, dieser Bruder in Not, ob seelisch oder menschlich, und ihr bzw. sein Ruf um Hilfe hat euch berührt. Laßt die heilenden Kräfte strömen! Ich Bin es, Der sich über euch verströmen möchte. Doch ihr habt den freien Willen, denkt daran!

Der Abend ist weit fortgeschritten. Ihr seid müde, und noch immer sehe Ich eure Gedanken um euer Gespräch kreisen. Kommt zu Mir mit allem, was euch bewegt! Ich zeige euch den Pfad heraus aus dem Irrgarten dieser Erde. Nicht länger sollt ihr euch an den Wänden blutig stoßen und im Schmerz verweilen. Ergreift Meine Hand und wandert mit Mir! Auch wenn der Weg für euch noch so unübersichtlich erscheinen mag: An Meiner Hand schreitet ihr sicher durch alle Irrungen und Wirrungen in Raum und Zeit auf dem kürzesten Weg heim zum Vater, und mit euch — und das sei euch noch einmal als liebevoller Trost und gleichzeitig als ernsthafte Ermahnung gesagt — all eure Lieben, denen ihr menschlich von Herzen zugetan seid, oder mit denen ihr Schwierigkeiten habt.

Wahrlich, Ich Bin in euch das Licht, und ihr seid eine Wandergemeinschaft: im kleinen Kreis der Familie, der Freunde, im größeren Kreis der Gemeinschaft — alle miteinander verbunden, in regem Austausch geistiger Schwingungen. Wie könnte es auch anders sein, da ihr alle Kinder des einen Vaters seid? Ruft euch das immer wieder ins Bewußtsein, und kommt, Meine Schafe, Meine Kraft stärkt euch, auch auf schwierigen Pfaden zu gehen!

Mein Segen strömt euch immerwährend zu. Meine Liebe hüllt euch alle ein, euch hier und alle, die Meine Worte lesen. Diese sind in euch allen lebendig, denn Mein Geist ist das Leben in euch allen!

Amen

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Inhaltsverzeichnis
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Hinweise
Zufallsimpuls „Legt die Schulung nicht beiseite, denn wenn ihr aus euren inneren Bereichen den Impuls empfanget, sie zur Hand zu nehmen, dann schlagt sie an irgendeiner Stelle auf! Es wird genau die Stelle sein, die euch weiterhilft, wenn ihr im Zweifel seid, welchen Weg ihr einschlagen sollt.“(70. Schulung)
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