Heute ist Montag, 20. November 2017
Zufallsimpuls

Jesus Christus lehrt: Der Weg zur Einheit durch die Liebe

Liebe zu allen Mitmenschen
Erkenne dich im Nächsten
Persönlichkeitserforschung

32. Schulung

Meine geliebte Schülerschar, Ich, Jesus Christus, grüße euch, die Freude der Himmel ist mit jedem einzelnen. Ihr bemüht euch von Herzen, und doch geht jeder seinen persönlichen, eigenen Weg über diese Erde zu Gott, und Ich gehe ihn mit ihm.

Ihr durchlebt verschiedene Phasen auf dem Weg heim in die Ewigkeit. Phasen, die auch Ich als Jesus durchschritten habe. Auch Ich hatte Zweifel über den Auftrag, der Mir ins Herz geschrieben war. Auch Ich fand Mich nicht gut genug, vor den Schriftgelehrten zu reden, weil Ich aus dem einfachen Volke kam und deren Sprache nicht so mächtig war. Auch Ich Bin oftmals vor Mir selbst in die Einsamkeit davongelaufen, um Mich dort wiederzufinden. Ich habe geweint, gefleht, auf den Knien gelegen, gebetet „O Vater im Himmel, hilf Mir, steh Mir bei!” Ich Bin den Weg zu Ende gegangen, und auch ihr werdet ihn mit Meiner Kraft und Hilfe gehen und den Weg der Liebe im Lichte der Ewigkeit beenden.

Im Zurückschauen auf eure Jugendzeit sind auch all eure Träume wieder erwacht, die ihr einstmals von eurem zukünftigen Leben hattet. Wahrlich, die Sterne wolltet ihr vom Himmel holen, etwas Großartiges in dem vor euch liegenden Leben leisten, damit alle Welt — Ich betone das Wort „Welt” — auf euch stolz sein kann.

Ihr wolltet euch herausheben aus dem Alltäglichen, wolltet frei sein, weil die Seele ihre Sehnsucht in den Menschen spiegelte. Im jugendlichen Alter waren die seelischen Kräfte noch nicht so verschüttet — wie sie es heute teilweise sind —, deshalb auch eure Sehnsüchte. Alles, was in Vorinkarnationen nicht geschafft wurde, trat in dieser Zeit über eure Seele in euer menschliches Bewußtsein. Das Leben lag noch vor euch, und dieses Mal, so nahmt ihr euch vor, werde ich es schaffen, und der Mensch versuchte, nach den Sternen zu greifen.

Doch die Sterne, Meine geliebten Schüler, liegen euch zu Füßen. Nicht in der Weite des Kosmos sind sie zu finden, sie sind unmittelbar um euch. Nach ihnen greift! Nach all denen, die um euch auf eurem Weg zum Licht sind. Sie alle sind inwendig hell strahlend, nicht nur wie ein Stern oder eine Sonne, sondern wie tausend Sonnen und noch mehr, genauso wie ihr auch. Nur die menschlichen Verschattungen durch die Inkarnationen haben dieses Licht verdeckt, und eure wunderbare Aufgabe ist es, diese Sonnen wieder zum Strahlen zu bringen.

Meine geliebten Jünger, all die Menschen, eure Kinder, eure Partner, eure Eltern, alle Verwandten, alle Bekannten, eure Freunde, ja selbst die, mit denen ihr noch in Zwietracht lebt, sind eure Sterne. Bringt sie zum Leuchten, ihr habt die Kraft in euch, denn ihr seid Kinder des Allerhöchsten , Kinder Gottes. Bewußt habt ihr dieses Erdenkleid angenommen, und die Sehnsucht, die in euch aufsteigt und teilweise noch mächtig ist, ist die Sehnsucht der Seele nach der Vollendung.

Wie soll sich diese Sehnsucht im Menschen spiegeln? Der Mensch hat zwar die Empfindungen und glaubt, er müsse in diesem oder jenem Fach seine Talente voll zur Entfaltung bringen. Doch nicht, wie schon gesagt, irgendwo oder irgendwann ist die Zeit dafür, daß ihr diese Talente einsetzt, sondern im Hier und Jetzt. Hier und jetzt, auch wenn ihr gerade — symbolisch gesehen — durch die Wüste irrt, zweifelt und betet so wie Ich, wird auch euer Weg wieder aus der Wüste herausführen, und ihr erkennt: Mit all euren Fehlern, Mängeln, Schwächen seid ihr das Licht aus der Ewigkeit, das an dem Platz leuchtet, wo es im Augenblick hingestellt ist.

Ein leises Ahnen der himmlischen Liebe erfüllte eure Herzen, als ihr an eure erste Jugendliebe zurückdachtet. Auch da war die Seele noch offen für die Einstrahlung der höchsten Liebefähigkeit, des Einsseins mit einem Wesen, das euch ergänzt, nach dem ihr euch schon Hunderte, manche Tausende von Jahren, gesehnt habt.

Was Gott verbunden hat, währt ewig, und diese Ewigkeit strahlte in eure erste irdische Liebe ein. Daher auch eure Traurigkeit, als diese irdische Liebe zerbrach, zerbrach wie ein Glas, das auf den Boden fällt und zersplittert. Gleichzeitig ein Symbol für euch, daß auf dieser Erde, hier im materiellen Sein, nichts ewig währt. Alles ist vergänglich.

Diese Vergänglichkeit wurde euch so sehr bewußt, daß euch dies tief schmerzte. In den späteren Jahren hattet ihr den Schmerz dann überwunden, doch die Sehnsucht nach dem Du ist so lange in euch, bis ihr mit ihm vereint seid. Eine Flamme vor Gottes Thron, von Ihm geschaut seit aller Ewigkeit und in alle Ewigkeit, das ist eure Dualseele.

Wenn ihr auf dem Weg der Selbsterkenntnis weiterschreitet und immer liebefähiger werdet, wenn ihr begreift und versteht, daß Liebe wahrlich keinen Zweck verfolgen darf, außer sich zu verschenken, also ohne jegliche Erwartungshaltung, wenn ihr eure Liebe zu allen euren Mitgeschwistern entwickelt, gleich welche Mängel ihr an ihnen bemerkt, gleich wie sie sich euch gegenüber verhalten, wenn ihr nicht mehr anders könnt, als euer liebevolles Herz sich verströmen zu lassen in die Schöpfung, zu dem kleinsten Lebewesen bis zum größten und darüber hinaus in alle Universen, die ganze Schöpfung einschließend — dann, Meine geliebte Schar, ist euer Dual euch nahe. Ganz gleich, ob es sich im Erdenkleid befindet, so wie ihr, oder in den geistigen Bereichen.

Wenn es in den geistigen Bereichen ist und ihr eure Beständigkeit durch mehrere Prüfungen auf dem Weg zum Licht bewiesen habt, dann wird euch diese Seele als euer Schutzgeist zugeführt. Zu Beginn gibt sie sich noch nicht zu erkennen, doch die Liebe überflutet euch mit einer derartigen Intensität, daß ihr in eurem Inneren sofort wißt, die Seele, zu der ich gehöre seit aller Ewigkeit und in alle Ewigkeit, ist mir nahe.

Ist diese Seele im Erdenkleid, so vollzieht sich Ähnliches, denn die Seelen sind ungebunden. Im Schlaf des Menschen finden die beiden in der Liebe zusammen, denn auch in der inkarnierten Dualseele brennt dieselbe Sehnsucht wie in euch. Derjenige, der in der Liebe fortgeschritten ist, sucht seine Seele, die zu ihm gehört, um ihr zu helfen. Wenn er sie gefunden hat, so weiß er es: „Ich bin ihr begegnet” durch einen Traum oder durch menschliche Begegnung. Es ist allerdings weitaus schwieriger, wenn die beiden Menschen sich kennenlernen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob das göttliche Kind, der Sohn des Vaters, sein göttliches Du erkennt, die Schwester im Licht oder ob sich beide durch Inkarnationen im irdischen Bereich belastet gegenüberstehen.

Meine geliebten Schafe, so groß auch manchmal die Sehnsucht nach eurem Dual sein mag — Ich wiederhole —, nur durch die Liebe zu euren Nächsten könnt ihr euch dieser Seele nähern.

Wenn ihr einen sehr schwierigen Partner an eurer Seite habt, so ist das eure größte Aufgabe im Hier und Jetzt, diesen Partner lieben zu lernen, ihn zu ehren und voller Güte und Verständnis seine Schwächen und Fehler anzunehmen, in dem Bewußtsein, daß ihr auch selbst nicht frei seid von Fehlern und Schwächen. Es ist einfach, mit einem Partner zusammenzuleben, mit dem es keine Schwierigkeiten gibt, wo das, was einstmals als Ursache gesetzt war, schon ausgeglichen wurde.

Viel schwieriger gestaltet sich euer Leben, wenn noch Wirkungen ausfließen und die Partnerschaft unharmonisch verläuft. Derjenige, der den geistigen Weg beschreitet, hat dann die Aufgabe, diese schwierige Partnerschaft ins Licht zu heben.

Wisset und beachtet: Auch für die Ehen dieser Welt gelten himmlische Gesetze. So wie ihr mit eurer Dualseele verbunden seid, seit aller Ewigkeit und in alle Ewigkeit, in den Gedanken des Vaters schon immer vorhanden, so gilt dieses Gesetz auch für eine irdische Partnerschaft, solange ihr ihm Erdenkleid weilt.

Ich weiß und sehe es an euren Gedanken, wenn ihr zurückblickt, daß das, was Ich euch sage, nicht einfach zu leben ist. Doch, Meine Geliebten, wisset, daß die Liebe des Vaters für euer menschliches Verhalten immer Verständnis hat, und auch ihr sollt lernen, für all eure Mitgeschwister Verständnis aufzubringen!

Wenn abgebrochene Partnerschaften hinter euch liegen, so prüft euch, ob ihr von Herzen alles vergebt, ob ihr nichts nachtragt. Wenn noch Negatives in euch liegt, so versucht, dieses Negative mit Meiner Kraft und Meinem Beistand zu lösen, denn die Vergangenheit, Meine Geliebten, möge gelöst sein, damit ihr frei dem Licht entgegenwandern könnt! Der Partner, der auf dem geistigen Weg voranschreitet, sollte in jeder Hinsicht Beispiel sein, denn das, Meine Geliebten, ist die gelebte Liebe.

Nicht immer könnt ihr diesem Anspruch gerecht werden, auch hier sage Ich wiederum: „Mein und damit des Vaters Verstehen ist mit euch, wenn ihr euch stets bemüht und versucht, im Licht zu lösen, was gebunden ist.”

Alles, was euch widerfährt, so habe Ich euch gelehrt, habt ihr einstmals selbst verursacht. Nun ist es eure Aufgabe, keine Ursachen mehr zu setzen, sondern die einstmaligen Verursachungen aufzulösen, indem ihr demütig die Wirkung tragt und Liebe schenkt, wo man euch noch angreift, verletzt.

Wandert mit Mir, und Ich befreie euch von tiefgreifenden Erlebnissen aus vorinkarnativen Zeiten. Wie ein flüchtiger Traum erscheinen sie in eurem Bewußtsein — ihr bittet um Vergebung und verzeiht selbst, und frei ist eure Seele. Ist dieser eingeschlagene Weg nicht wunderbar?

Selbst wenn ihr euch — sinnbildlich gesehen — auf der Wanderung durch die Wüste befindet, so geschieht doch etwas. Die kleinen Wunder, Meine Geliebten, sind um euch verstreut, so unzählig viele, nur seht ihr sie nicht, weil ihr nach dem großen Wunder Ausschau haltet, nach der Erleuchtung, die euch wie ein Blitz durchstrahlt und euch heraushebt aus dem Irdischen — nun, wohin?

Erkennt den Humor in Meinen Worten — heraus aus eurem Hier und Jetzt, heraus aus der Aufgabenstellung, die ihr euch einst selbst aufgegeben habt? Wohin ihr auch geht, so könnt ihr dieser euch selbst gestellten Aufgabe doch nicht davonlaufen. Wenn sie jetzt nicht gelöst wird, so löst ihr sie später, aber lösen werdet ihr sie. Warum nicht gleich? — Freudig, befreit könnt ihr dann weiterwandern.

Die Talsohle ist nicht so tief, wie ihr denkt. Seht ihr nicht Meine Hand, die sich ausstreckt nach jedem einzelnen von euch und euch emporziehen möchte in das Licht des Gedankens: „Ich bin, da wo ich bin, ein Kind des Allerhöchsten , bereit, o Vater, alles zu erfüllen”?

Über diese Meine Worte denkt nach, und nehmt euch die nächsten drei Jahre vor! Geht innig verbunden mit Mir durch die kommende Woche, und Ich helfe euch in eurer jeweiligen Situation! Meine Liebe ist allezeit mit euch. Meine Kraft erfüllt euch. Mein Segen durchstrahlt euch, und das Licht der Himmel begleitet euch.

Amen

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Inhaltsverzeichnis
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Hinweise
Zufallsimpuls „Legt die Schulung nicht beiseite, denn wenn ihr aus euren inneren Bereichen den Impuls empfanget, sie zur Hand zu nehmen, dann schlagt sie an irgendeiner Stelle auf! Es wird genau die Stelle sein, die euch weiterhilft, wenn ihr im Zweifel seid, welchen Weg ihr einschlagen sollt.“(70. Schulung)
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