Heute ist Montag, 20. November 2017
Zufallsimpuls

Jesus Christus lehrt: Der Weg zur Einheit durch die Liebe

Liebe zu allen Mitmenschen
Erkenne dich im Nächsten
Persönlichkeitserforschung

30. Schulung

Meine Freunde, ihr habt Mir, Jesus Christus, eure Hand gereicht, bereit, die Wege zu gehen, die Ich euch hinfort führe. Doch diese Wege gehen teilweise steil bergan über Felsen und Klippen, Felsen und Klippen, die euer menschliches Ego bedeuten.

Ihr habt Mir die Hand gereicht, um umzukehren, d.h., euer bisheriges Leben im Licht der Liebe zu betrachten und nunmehr mit Mir, der Ich die Liebe Bin, weiter fortzuschreiten, immer näher zur Vervollkommnung der Liebe in euch. Der Weg führte euch erst einmal über die Liebe zur Schöpfung — denn es ist einfach, den Stein, die Pflanze, das Tier zu lieben. Viel schwerer ist es, eure Mitgeschwister, in denen sich euer Ego spiegelt, lieben zu lernen.

Der Weg über die Selbsterkenntnis ist dornenreich. Doch schaut genau hin auf euren Weg, auf die Dornen! Seht ihr nicht dazwischen die Rosen erblühen? Mit jeder Selbsterkenntnis pflückt ihr eine wundersame weiße Blüte, die ihren Duft verströmt und euch einhüllt; denn es ist die Heimat, die euch umweht, die euch mit dieser Rose näherkommt, die geistige Heimat in euch — Gott, euer Vater, mit dem Ich eins Bin.

Bleibt nicht bei den Dornen stehen, haltet euch nicht zu lange bei ihnen auf, sondern pflückt die Rose, und schreitet weiter!

Ihr spracht über das Karmagesetz. Wahrlich Ich sage euch: Kein Kind des Vaters würde je nach Hause zurückkehren können, müßte es all das, was es verursacht hat, bis zum letzten Blutstropfen sühnen. Doch des Vaters Gnade strömt euch als Hilfe zu.

Wenn ihr euch selbst erkennt und bereit seid, all eure jetzigen Schwierigkeiten im Licht dieser Selbsterkenntnis zu betrachten, dann hüllt euch die Gnade Gottes symbolisch im Duft der Rose ein und schenkt euch alle Kraft, durch das derzeitige Schicksal hindurchzuschreiten und geduldig zu ertragen und zu tragen.

Wenn ihr inmitten eines karmischen Geschehens steht, so habt ihr die Wahl dieses Karma zu lösen oder es noch zu vertiefen. Ihr vertieft es durch fortgesetzte Streitigkeiten. Ihr vertieft es, indem ihr einander weh tut.

Ihr löst es, indem ihr einander verzeiht, eventuell getrennte Wege geht, den anderen in die Liebe einhüllend, denn er wäre euch nicht begegnet, wäret ihr frei von jeglicher karmischer Schuld. Nur Liebe löst, nur Verzeihen löst. Beides läßt sich nicht trennen, denn die wahre Liebe verzeiht alles, die wahre Liebe läßt den anderen gewähren und steht über den menschlichen Dingen. Solange der Mensch nicht fähig ist, diese wahre Liebe dem anderen gegenüber zu leben, möge er bedacht sein, daß der andere sich nicht noch mehr im Karma verstrickt, das letzten Endes wieder von beiden gelöst werden muß.

Warum lehrte Ich eindringlich die verzeihende Liebe? Warum sprach Ich selbst am Kreuz: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun”?

Ihr wißt nicht, warum eure Mitmenschen so und nicht anders handeln, denn ihr könnt noch nicht in ihre Seelen schauen, ihr kennt ihr Karma nicht.

Solange ihr noch blind für dieses Geschehen über die Erde schreitet, so lange könnt ihr auch euren Nächsten nicht verstehen. Deshalb übt euch in der alles verzeihenden Liebe, bis ihr zu diesem Verständnis durch eure zunehmende Weisheit gelangt.

Wir schreiten gemeinsam durch eure Kindheit, durch die Jugendzeit. Immer wieder begegnen euch Kinder und junge Menschen, die euch für eure eigene Kindheit und Jugendzeit Spiegel sind. Immer wieder könnt ihr — so ihr willig seid — euch selbst in euren jungen Mitgeschwistern betrachten, denn nur, wenn ihr euch verstehen gelernt habt, gelangt ihr auch zum Verstehen eures Nächsten.

Solange ihr euch selbst nicht begreift, solange mangelt es euch auch noch an Verständnis für eure Mitmenschen. So lange ihr euch selbst nicht liebt, so wie ihr seid, so lange könnt ihr auch eure Mitgeschwister nicht lieben und so annehmen, wie sie sind. Immer wieder werde Ich euch zu diesen beiden Kernsätzen zurückführen, denn sie sind die Klippen eures Egos, die es zu umschiffen gilt.

Die Selbstverwirklichung, Meine geliebten Freunde, ist keine Verwirklichung des geistigen Weges zu Gott, wenn sie nicht gleichzeitig dazu beiträgt, daß sich die Mitmenschen eurer Umgebung ebenfalls entwickeln können. Wenn ihr nur für euch den Weg ins Licht beschreitet, ohne eure Hände auszustrecken — dieses ist bitte symbolisch zu verstehen —, um eure Nächsten mitzunehmen, dann geht ihr den Weg umsonst.

Ich greife zurück auf eine Weisheitslehre einer der großen Weltreligionen, die Suche nach Erleuchtung über Jahre hinweg. Diese kam nicht in der Einsamkeit über den Menschen. Der Weise erreichte die Erleuchtung nicht für sich allein, nein, die Erleuchtung kam, als der Weise sich den Menschen zuwandte und sie mitnahm auf dem Pfad zur Erleuchtung.

Das habe Ich auch gelehrt, als Ich über die Erde ging. Die Liebe breitet die Hände aus, macht die Arme und das Herz weit, um alle, die links und rechts am Wegesrand stehen, mitzunehmen.

Meine geliebten Schüler, Ich höre sehr wohl euren Ruf: „Herr, wie kann ich geistig weiterschreiten, wenn ich inmitten meiner menschlichen Schwierigkeiten stecke?” Ich antworte euch: „Siehe, diese menschlichen Schwierigkeiten müssen auf dem Weg ins Licht sein. Es bedarf der Dornen, es bedarf der Klippen, denn nur so wandelt ihr aufwärts. Ob im Schatten stehend oder im Licht, ob im Schmerz und Leid oder der Freude, ihr habt immer die Wahl. Ich Bin bereit, euch im Schatten zu helfen, euch Licht in der Dunkelheit zu sein, euch alle Kraft zu schenken, durch die Schatten zum Licht zu gelangen, damit ihr befreit aufwärts wandern könnt.”

Ich spreche in Symbolen und Gleichnissen zu euch, da sich diese besser einprägen. Alles, was um euch ist, will euch in Gleichnissen helfen. Was auch immer um euch herum geschieht, es gibt keine Zufälle. Alles ist euch zur Hilfe geschenkt.

Wie ihr heute auch geschildert habt, daß ihr all eure Liebe einem Baum, einer Eibe schenktet, die dennoch einging: Was war es für eine Liebe? War es die Liebe, die erwartete, daß jener Baum am Leben bleibt? War sie also zweckgebunden, oder war es eine Liebe, die sprach: „Herr, wie Du willst. Wenn es Dein Wille ist, daß dieser Baum wächst und gedeiht, so wird er wachsen und gedeihen. Wenn es Dein Wille ist, daß sich seine Lebenskraft zurückzieht, er eingeht, so will ich auch das annehmen und ihm dennoch all meine Liebe schenken, wissend, daß kein Liebe-Strahl vergebens ist”?

Liebe und auch Haß gehen nicht verloren, doch das eine kann das andere ausgleichen. Denkt immer daran, daß ihr beständig in diesem Ausgleich steht, jeden Tag, jede Stunde aufs neue. Keine Begegnung ist zufällig!

Ich nehme ein Beispiel heraus: Ihr betretet ein öffentliches Verkehrsmittel. Habt ihr ein Lächeln in euren Zügen, segnet ihr die Gemeinschaft, so könnt ihr mit diesem Lächeln, mit diesem Segen, eine karmische Verknüpfung lösen, die ihr innerhalb einer Gemeinschaft vormals negativ geknüpft hattet, vielleicht sogar mehrere Einzelschicksale lösen, Einzelschicksale, die nicht so schwer auf eurer Seele liegen.

Denn erkennt: Jeder unfreundliche Blick, jedes unfreundliche Wort, ja selbst jeder unfreundliche Gedanke ist eine Schöpfung! Es sind geistige Kräfte, die ihr geschaffen habt, und die ihr wieder auflösen müßt, denn es gilt, alles niedrig Schwingende in positive, lichtvolle Kraft zu verwandeln.

Nun haltet kurz inne, und blickt nur auf den heutigen Tag zurück: Wieviel negative Empfindungen, Gedanken, Worte und Taten liegen auf dieser kurzen Zeitstrecke?

Ich schenke euch jetzt Meine Liebe, Meine Kraft. Nun durchschreiten Wir gemeinsam den Tag und lösen jede negative Empfindung, jeden negativen Gedanken, jedes negative Wort und jede negative Tat auf. Durch die Liebe, die stärker ist als alles Negative, strahlt ihr über eure eigene negative Schöpfung, die ihr jetzt auflöst, noch hinaus in die Welt und helft euren Geschwistern ihrerseits, Negatives zu lösen. Denn das ist Christ-Sein: Daß ihr auch die Bürde eures Nächsten auf euch nehmt und ihm helft.

Ich schweige nun.
Wandert mit Mir – segensreich – kurz durch den Tag.

— — —

So, wie ihr diesen Tag mit Meiner Kraft und Meiner durch euch strömenden Liebe in das Licht tauchen konntet, so seid ihr auch fähig, eure Vergangenheit in lichtvolle Energie umzuwandeln. Was bedrückt euch das Gestern und nimmt euch alle Kraft? Hebt es aus euren Seelentiefen mit Mir empor, und erkennt im Gestern die Schritte durch eure Schatten, mehr nicht; denn im Hier und Jetzt lebt ihr, im Hier und Jetzt wirkt ihr!

Jeden Augenblick stelle Ich euch vor die Entscheidung „Für Mich oder gegen Mich?” Für Mich: Die Weiterwanderung im Licht — gegen Mich: Die Weiterwanderung im Schatten. Beide Wege führen letztlich zum Licht, doch der Weg im Schatten ist sehr viel schwerer.

Meine geliebten Schafe, Ich Bin Der Gute Hirte an eurer Seite. Für welchen Weg ihr euch auch entscheidet, Ich begleite euch überall hin, denn Ich Bin in euch.

Ich Bin stets bereit, euch den erquickenden Trunk der klaren Quelle Meines Geistes zu schenken. Ich strecke euch den Becher entgegen, doch annehmen müßt ihr ihn selbst. Ich kann euch nur die Hilfe anbieten, annehmen müßt ihr sie nach dem Gesetz des freien Willens.

Es gibt viele Wege zum Licht, und jeder Weg, Meine Geliebten, hat seine Berechtigung. Deshalb kann keiner vom anderen sagen: „Jener geht falsche Wege” — keiner!

Solange ihr als Mensch über die Erde geht, wird es auch immer wieder Umwege über euer menschliches Ego geben. Ihr werdet über dieses stolpern, auch hinfallen, und Ich reiche euch die Hand, um euch beim Aufstehen zu helfen. Ihr müßt sie nur ergreifen.

Liegenzubleiben, Meine Getreuen, und im Schicksal zu verharren und alle anderen zu bezichtigen, sie seien Schuld, daß man nun auf der Erde liege, daß man gestrauchelt sei, das ist ein Verharren im Schattenreich, ein Stehenbleiben. Steht auf und geht weiter, bleibt nicht stehen! Denn das Hier und Jetzt ändert sich jede Sekunde. Die Umkehr bedeutet, dieses Hier und Jetzt in jeder Sekunde neu mit Mir und Meiner Kraft zu durchleben. Die Vergangenheit ist vorbei, sie ist euch nur Hilfe zur Erkenntnis in die Gegenwart hinein, nicht mehr.

So wandert mit Mir, Meine getreue kleine Schar, und ihr alle, die ihr außerhalb dieser Gemeinschaft mitwandert. Lebt im Hier und Jetzt, im Augenblick, und bemüht euch, in diesem Augenblick zu bleiben, d.h. also, weder in der Zukunft, noch in der Vergangenheit zu verweilen. Der morgige Tag liegt in Gottes Hand, und in Seiner Liebe hält Er diese über euch. Der gestrige Tag diente euch zur Selbsterkenntnis, ob ihr ihn genützt habt oder nicht, sei dahingestellt, denn jeder Augenblick bringt euch neue Erkenntnisse.

So wandert, indem ihr Meine Worte in euch nachklingen laßt und vertieft, hinein in die Weisheit Gottes, die sich euch immer mehr erschließt. Ich segne euch.

Amen

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Hinweise
Zufallsimpuls „Legt die Schulung nicht beiseite, denn wenn ihr aus euren inneren Bereichen den Impuls empfanget, sie zur Hand zu nehmen, dann schlagt sie an irgendeiner Stelle auf! Es wird genau die Stelle sein, die euch weiterhilft, wenn ihr im Zweifel seid, welchen Weg ihr einschlagen sollt.“(70. Schulung)
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